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Mittelstandslexikon
2008
(Verfasser: Peter Menke-Glückert)
Wozu ein Mittelstandslexikon?
Das
Mittelstandslexikon gibt Argumentationshilfe für Diskussion
der Problemzonen, Sorgen, Bürokratie- und anderen
–nöten typischer Familien-, Mittel- und
Kleinbetriebe in
Deutschland. Nach kurzer Einführung in ein Stichwort werden
weiterführende Hinweise über Links zur vertieften
Information
gegeben.
Entsprechend den Zielen der BVMW-Satzung 2004 soll auch die
Zusammenarbeit unter BVMW-Unternehmen und
BVMW-Partnerverbänden
durch gemeinsame Aktionen gefördert und damit KMUs
zukunftsfähiger für den globalen Wettbewerb werden.
Ergänzungen, Kritik, Negativ- wie Positivbeispiele aus
Vor-Ort-Erfahrungen sind hocherwünscht. Das
Mittelstandslexikon
muss mit seinen Nutzern zusammen weiterentwickelt und ständig
auf
den letzten Stand des Wissens gebracht werden – auch was den
verwendeten IT-Standard angeht.
Das Mittelstandlexikon
-
erleichtert Verfassen Presseerklärungen, Redetexten,
Stellungnahmen zu
Tagesproblemen,
- hilft bei offensiver Darstellung mittelständischer
Interessen und Leistungen
- ermuntert zu gemeinsamen Aktionen mittelständischer
Unternehmen in Kommunen,
Öffentlichkeit, gegenüber
Großkonzernen
- stärkt Solidarität unter BVMW-Mitgliedsunternehmen
und –Partnerverbänden
- gibt freiheitlich-sozialer Marktwirtschaft und deutscher
Mittelstandskultur Stimme
und Gewicht in der Öffentlichkeit
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I
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A
Asbest
Abest ist Gruppenbezeichnung für
verfilzte faserartige Mineralien wie Serpentin oder Hornblende. Asbest
ist unbrennbar und unempfindlich gegen Laugen und einige
Säuren, ist schlechter Wärmeleiter und hat einen
hohen Schmelzpunkt. Asbest ist in den 50er und 60er Jahren in vielen
Bauten, Bedachungen und Veranden verwendet worden - zum Beispiel im
Palast der Republik in Ostberlin, im sozialen Wohnungsbau und in vielen
Schulbauten in West- wie Ostdeutschland.
Asbest, ist ein aus dem Griechischen
stammender jahrhundertealter Sammelname für feuerfeste in der
Natur als Fasern vorkommende silikatische Minerale. In der
Bundesrepublik sind vor allem der Weißasbest (Chrysotil, ein
sogenannter Serpentinasbest) mit 96 Prozent sowie der Blauasbest
(Krokydolith) mit drei Prozent und der Amosit mit einem Prozent
Marktanteil wichtig (letztere sind sogenannte Amphibolasbeste)... Volltext
Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Asbest
Atommüllzentrum
Gorleben
Eines der am kontroversesten diskutierten
Gefährdungspotenziale friedlicher Nutzung der Atomenergie ist
die für sehr lange Zeiträume sichere Entsorgung
abgebrannter Kern-brennstoffe und aller anderen Formen des
Atommülls. Nach Atomgesetz 2002 § 9a Absatz 1b und
Absatz 3 ist entsprechender Nachweis einer nach Stand von Wissenschaft
und Technik risikofreien "Beseitigung bestrahlter Kernbrennstoffe durch
realistische Planungen über ausreichende, bedarfsgerecht zur
Verfügung stehende Zwischenlagerungsmöglichkeiten
erbracht..." Der Bund hat "Anlagen zur Sicherung und zur Endlagerung
radioaktiver Abfälle einzurichten", die Länder
Ländersammelstellen. Diese Gesetzesformulierungen geben - je
nach energiepolitischer Auffassung - unterschiedlichen
Interpretationen Raum, verwischen und verunklaren die alleinige
Bundesverantwortung für sichere Endlagerung des
Atommülls... Volltext
B
Babylonische
Sprachverwirrung
Die Redensart beruht auf der Bibel, 1.Buch Mose/Genesis Vers 11, in dem
vom Bau des babylonischen Turmes (18.-16. Jahrhundert v. Chr.)
berichtet wird, der bis in den Himmel reichen sollte. Der Turmbau zu
Babel gilt als Sinnbild menschlicher Überheblichkeit,
Arroganz,
Uneinsichtigkeit in Grenzen menschlichen Tuns - und gleichzeitig als
Beispiel menschlicher Ohnmacht und Hilflosigkeit. Gott gebietet
Einhalt, indem er die Sprache völlig verwirrt (Genesis 11, 7)
-
der Herr sprach: "lasst uns...ihre Sprache verwirren, dass keiner mehr
des anderen Sprache versteht....". Keiner der Bauleute verstand fortan
mehr den anderen. Der monströse Turmbau blieb Ruine. Der Herr
"zerstreute sie über die ganze Erde..." zur Strafe
für ihren
Hochmut...Volltext
Basler Konvention
Basler Konvention zur Kontrolle
grenzüberschreitender Transporte gefährlicher
Abfälle
Ob in Fässern eines
Giftmüllfrachters oder auf einem LKW - seit Beginn der
achtziger Jahre wurde wiederholt illegale Transporte von
gefährlichem Müll in Entwicklungsländer
aufgedeckt - unter anderem in Marokko, Nigeria, Indien, aber auch
Belgien oder Rumänien. Dabei handelte es sich um giftige
Industrieabfälle, die in Westeuropa oder den USA wegen
strenger Umwelt-Auflagen nur unter hohen Kosten behandelt werden
durften. Sie wurden vornehmlich nach Afrika, Asien und Osteuropa zu
"Dumping-Preisen" geliefert, ohne daß dort eine
umwelt-verträgliche Behandlung garantiert war.
Nach zahlreichen Skandalen bereiteten 1987
die Vereinten Nationen eine Internationale Abfall- Konvention vor. Dies
führte im März 1989 in der von 115 Staaten
beschlossenen Basler Konvention, durch die Giftmüll-Exporte
eingeschränkt und besser kontrolliert werden
sollen... Volltext
Link: www.bvse.de
Stichworte: Umwelthaftung, Umweltstrafrecht, bvse
Bellheim
Gesellschaft
Initiative
Wirtschaftsethik - Vortrag auf der Gründungsversammlung der
Bellheim Gesellschaft, 19.04.07 in Oppenheim
Ethikdiskurse,
Klagen über WERTE-verfall, Appelle für business ethics /
Wirtschaftsethik, Anmahnen "Weltethikkonsens" und Ethikunterricht /
neudeutsch Lebenskunde - haben Hochkonjunktur. Ganze Bibliotheken
werden zu vieler Art Bindestrich-Ethiken vollgeschrieben. Ethik ist
PR-Dauerthema der Politiker. Kein Unternehmer spart
Ethik-WERTschätzung aus.
Ethik ist "trendy"
Von Ethik-Investment-Fonds über die Tübinger-Weltethiktreffen
zwischen Hans Küng und Staatsmännern, sustainibility
conferences, Fair-Trade-Initiativen bis zu EMASPLUS
sustainable-churches-Programmen der Evangelischen Kirche von Westfalen.
Ethik ist kein Luxus mehr in Sonntagsreden. Ethik garantiert
Unternehmen Zukunft, Polit-Appeal, Fernseh-quote, moralische Kompetenz.
Tatsache ist jedoch: Konsens über einfachste Regeln fairen Umgangs
miteinander - eben nicht nur im Geschäftsverkehr fehlen, ja
Konsens wird immer unwahrscheinlicher, wegen nicht ausgeWERTeter
Herausforderungen im Globalisierungsdruck. Wegen "clash of
civilizations" / Widerspruch zu Fremd-WERTkulturen, zu Ideologien mit
Ethik-Monopol-Anspruch, Ethik-Konkurrenzen. Vorgelebt im "clash of
culturs" des 68er-Generationenkonflikts.
Virulent werden diese Ethik-Konflikte in heutiger
Freiweltmarkt-Fundamentalkritik an angeblichem "Terreur l`economie"
(Vivian Forrestier), an Schlagworten wie "Raubtierkapitalismus",
"Gerechtigkeitslücke", "Ethik-Ignoranz"- massivem Zweifel, ob
Unternehmer überhaupt Wirtschaftsethik praktizieren wollen,
wirklich durchsetzen können.
Gefordert wird eine Bellheim-Ethik nachhaltiger Zukunftssicherung
deutsch-traditioneller "mittelständischer Qualität des
Anständigen" (Theodor Heuss).... Volltext
Beziehungsmanagement / Vertrauen
Im Beziehungsmanagement jedes
BVMW-Unternehmens ist das entscheidende "Kapitalpolster
Kundenvertrauen" – durch nichts anderes zu ersetzen. - Dieses
Kundenvertrauen / "Kundenmitnahme in die Unternehmensphilosophie" kann
nicht in einem Ad-hoc-Event oder PR-Werbespruch erreicht werden,
sondern braucht kundenhelfende - und dadurch überzeugende
–
viele Einzelaktionen. Es muss Schritt für Schritt geduldig
zäh allmählich aufgebaut werden... Volltext
Biodiversität
Biodiversität
ist ein sehr junger Begriff der Biologie. Eingeführt durch den
Evolutions-biologen E.O. Wilson mit seinem Buch 1985
„Biodiverity“. Wilson fasst darin 200 Jahre biologische
Forschung zur Entstehung und Schwund von Arten zusammen – von
Linne über Darwin bis zu Haeckel. Unterschieden wird zwischen der
Artendiversität-Vielzahl an Arten in einem Ökosystem, etwa
einem Wald, einem Moor. Ferner zwischen Ökosystem-Diversität
/ Vielfalt an Lebensräumen (einschließlich dem Biotop Stadt)
und funktionaler Diversität – realisierte ökologische
Prozesse in einem Ökosystem (etwa Metabolismen oder
Stoffabbaukapazitäten). Wilson wie Hubert Markl oder Autrum
definieren Biologie als „Naturwissenschaft alles
Lebendigen“ - auch zuständig für die Naturgattung
Mensch / ErdBürger, homo sapiens. Natur wird damit zur
„Kulturaufgabe“ des Menschen. ... Volltext
Bildung
Wort
und Begriff Bildung haben eine mehrtausendjährige - nicht nur
christlich-europäische - Geschichte. Meist sind Bildungskulturen
regional "geprägte Form, die lebend sich entwickelt" nach Goethe,
der selbst klassisch-humanistischer Weltbildungsbürger war. Stets
weltempfangend und weltbeschenkend. Auch er - wie seit 200 Jahren
deutsche Gymnasial-Studienräte "das Land der Griechen mit der
Seele suchend...". Bildung meint Bleibendes, Lebens-Dienliches,
Grundlage für eigenes Entdecken der Welt, eigene
Bildungs-Anstrengung....
Volltext
Link: Bundesinstitut für
Berufsbildung
Bildungskompetenz - Mehr
Kompetenz für Bildung
Akademie
mittelständische Wirtschaft des BVMW mit neuem Aufgabenprofil
Nachhaltiges
Wirtschaftswachstum und eine stabile soziale Entwicklung werden in
Deutschland entscheidend durch die kleinen und mittleren Unternehmen
bestimmt. Damit der Mittelstand auch unter verschärften
Wettbewerbsbedingungen seine Rolle als maßgeblicher
Träger
wirtschaftlichen Wachstums verwirklichen kann, müssen die
wichtigsten Voraussetzungen geschaffen werden. Vor allem:
Qualifikation, Motivation und Kompetenz. Ein greifbarer Ausdruck
für das langjährige bildungspolitische Engagement des
Bundesverbandes liegt u.a. darin, dass durch die Gründung der
Akademie der mittelständischen Wirtschaft bereits 1991 mit dem
Aufbau eines leistungsfähigen mittelstandsorientierten
Bildungspotentials begonnen wurde. Seit dieser Zeit hat sich dieser
juristisch selbstständige Verein zu einer bildungspolitisch
und
fachlich anerkannten Institution entwickelt... Volltext
Biodiesel
Gutachten
Besteuerung Biodiesel und erneuerbare Energien
Das
Deutsche Forum
Nachhaltiger Mittelstand sieht als Ergebnis einer Umfrage bei
mittelständischen Biodieselproduzenten und -dienstleistern die
Existenz dieser innovativen Branche gefährdet. Unter anderem
wegen
der aktuellen Debatte über die Besteuerung von Biodiesel und
Auslaufen steuerlicher Privilegierung. Das Bundesfinanzministerium
hatte Mitte Februar 2005 den Entwurf eines Energiesteuergesetzes
veröffentlicht, der die Teilbesteuerung von Biodiesel mit 10
Cent
pro Liter für die Reinform des alternativen Kraftstoffes sowie
15
Cent pro Liter im Falle der Beimischung von Biodiesel zu
herkömmlichem Dieselkraftstoff vorsieht. Das Inkrafttreten
dieser
Bestimmungen ist für August 2005 geplant... Volltext
Biologische Bundesanstalt
für Land- und Forstwirtschaft/ BBA in Braunschweig
Die "Biologische", wie die BBA auch genannt
wird mit ihren über 30 Aussenstellen und Instituten, ist
zuständig für Prüfung und Zulassung von
Pflanzenschutzmitteln und Erforschung aller Aspekte des Pflanzen- und
Vorratsschutzes. 1898 als "Biologische Abteilung am Kaiserlichen
Gesundheitsamt" in Berlin gegründet, behielt die BBA auch nach
1945 das Stammhaus in Berlin- Dahlem. Ihr Hauptsitz ist Braunschweig.
Die BBA arbeitet mit vielen
wissenschaftlichen Instituten der Pflanzenforschung zusammen und
gehört internationalen Organisationen wie der
UNO-Welternährungsbehörde/ FAO an. Zu den
BBA-Aufgaben gehören Unterrichtung und Beratung der
Bundesregierung in allen Fragen der Pflanzenkrankheiten, vor allem
verursacht durch schädliche Umwelteinflüsse.
Erforscht werden unter anderem schadresistente sowie gentechnisch
manipulierte Pflanzenzüchtungen, natürlichbiologische
Regulations-faktoren des integrierten Pflanzen-schutzes, C 4-Pflanzen
zur industriellen Nutzung. Seit 1987 -Inkrafttreten des neuen
verschärften Pflanzenschutzgesetzes - werden
Pflanzenschutzmittel, deren Rückstände sich nach
mehrfacher Anwendung im Boden anreichern, nicht mehr zugelassen.
Ein Viertel der über 900
ständigen BBA-Mitarbeiter ist mit Prüfung und
Zulassung von Pflanzenschutzmitteln und -geräten befasst.
Jedes Produkt, das auf den Markt kommt - zur Zeit rund 2000 mit 300
sehr unterschiedlichen Wirkstoffen - muß von der BBA
untersucht und in seinen Auswirkungen auf die Umwelt getestet werden.
Notwendig ist für die Zulassung auch Zustimmung des
Umweltbundesamtes. Die Zulassung wird für maximal zehn Jahre
erteilt, anschließend sind neue Analysen und
Prüfungen erforderlich. 90 Prozent des BBA-Haushalts
trägt das Bundesministerium für Verbraucherschutz,
Ernährung und Landwirtschaft, den Rest unter anderem die
Deutsche Forschungsgemeinschaft/DFG, EU und das Bundesumweltministerium.
Information:
www.bba.de
Blauer Engel
Das international erfolgreichste
Umwelt-Gütesiegel besteht seit 1978. In diesem Jahr tagte
unter Vorsitz des Umweltbeauftragten der Evangelischen Kirche und in
Abstimmung mit der RAL-Wirtschafts-Gütegemeinschaft zum
erstenmal in Bonn die "Jury Umweltzeichen". 1979 trug erstmals eine
Produktgruppe den "Blauen Engel": runderneuerte Reifen. Heute tragen
das Engel-Symbol 4500 Produkten von 900 die deutsche
mittelständische Dachmarke ECOmade in GERMANY
-umweltgeprüft/umweltsicher aus Deutschland.
Daß eine Ware keinen "Blauen
Engel" trägt, muß nicht automatisch gegen sie
sprechen: Produkte, die generell umweltfreundlich sind,
Fahrräder zum Beispiel, werden nicht gekennzeichnet.
Entscheidend ist, daß eine Ware besser abschneidet als solche
in derselben Angebotsgruppe. Lebensmittel sind ausgenommen,
für sie gibt es die Kennzeichnungen anderer Verbände,
die zuverlässig über Inhalt und Herstellung
informieren. Den Zuschlag erteilt nach fachlicher Vorbereitung durch
das Umweltbundesamt das Deutsche Institut für
Gütesicherung und Kennzeichnung/RAL.
Dem Vorbild des "Blauen Engels" folgten die
skandinavischen Länder mit dem Symbol "nordischer Schwan";
für Österreich schuf der Künstler
Hundertwasser ein eigenes Umweltzeichen, die Europäische Union
kreierte die "Euro-Margerite". In Deutschland gibt es mittlerweile so
viele Umwelt-Siegel -häufig mit der Vorsilbe BIO -,
daß sich die Verbraucher mit der Bewertung schwertun.
Vorzüge des "Blauen Engels" sind die Unabhängigkeit
der Entscheidungsgremien und fundierte wissenschaftliche Begleitung.
Ziel muss sein ein EU zertifiziertes
Umweltgütesiegel durch EU-Verordung, dass Mindestkritierien
für nationale Umweltzeichen - Systemkongruenz - vorschreibt.
Auch der Blaue Engel erhielte dann den Zusatz " EU-zertifiziert" oder
"entsprechend EU VO xxxx" Zu überlegen bleibt auch,
ZERTIFIZIERTEN Umweltgütesiegel-Produkten und Dienstleistungen
von dem geplanten ÖKO- Zuschlag als Teil Mehrwertsteuer zu
befreien oder die Mehrwertsteuer ganz zu erlassen , wenn im Faktor mehr
als 1 :10 Energie- und Ressourcenersparnis nachgewiesen. Dies
würde Innovations- und Existenzgründer-Boom
auslösen.
Links:www.blauer-engel.de
Rede
Genscher - 25 Jahre Blauer Engel
BSH - Bundesamt für
Seeschiffahrt und Hydrographie
Das BSH in Hamburg ist wissenschaftliche
Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des
Bundesverkehrsministeriums - geschaffen 1990 durch Zusammenlegung des
Deutschen Hydrographischen Institutes mit dem Bundesamt für
Schiffsvermessung. Das BSH hat eine Außenstelle in Rostock.
Das BSH ist zuständig für alle Fragen des
Meeresumweltschutzes- einschließlich Umsetzung
internationaler Meeresschutzabkommen der Law of the Sea conferences.
Dazu gehört unter anderem Überwachung der Nord- und
Ostsee, aber auch der Weltmeere auf Schadstoffe, Giftmüll,
Öl- und Abfallverklappung und Radioaktivität. Das BSH
führt das Ozeanographische Datenzentrum(DOD)
Die Umweltorganisation Greenpeace hat
mehrfach "im Namen der Robben" wegen der Verschmutzung der Meere Klage
gegen die Bundesrepublik erhoben. Das BSH vertritt die Bundesrepublik
in allen Prozessen, in denen Reedereien und Schiffeigentümer
wegen Meeresverschmutzung deutscher Hoheitsgewässer verklagt
werden.
Das BSH ist in fünf Abteilungen
gegliedert: für nautische Veröffentlichungen,
Vermessung und Seekartenwerke, für technische
Schiffssicherheit, für Meeresbiologie, für
internationales Seerecht und das Datenzentrum. Das BSH entscheidet, wie
viel Giftmüll auf See nach den Londoner Martim-Abkommen
verbrannt werden darf. Genehmigungen sollen jedoch nur erteilt werden,
wenn der Abfall nicht wiederverwertet oder auf eine andere, die Umwelt
weniger belastende Weise gelagert werden kann.
Darüber hinaus erforschen die
Wissenschaftler des BSH die chemischen und physikalischen Eigenschaften
des Meerwassers. Auf festen Stationen und Forschungsschiffen messen die
BSH-Mitarbeiter außerdem regelmäßig den
Gehalt an Nährstoffen, Sauerstoff, chlorierten
Kohlenwasserstoffen, Erdöl, Schwermetallen und radioaktiven
Substanzen der Nord- und Ostsee. Sie untersuchen auch, wie sich
Schadstoffe im Meer verändern und im Laufe der Zeit in den
Wasserschichten und auf dem Meeresboden verteilen. Das BSH ist auch
Anlaufstelle für Genehmigungen von Öl-Plattformen
oder Windparks.
Link: www.bsh.de
Bürgerinitiativen
Deutschland hat aus vielen Gründen
ein Demokratie-Defizit - aus historischen Gründen (Helmut
Plessner "verspätete Nation"), aus Obrigkeits-Respekt, aus
Gründen des Versponnenseins in Theorie und Grundsatzideologien
(Hölderlin ´"gedankenvoll, aber tatenarm"), aus
Mangel an Zivilcourage und praktizierten Gemeinsinn.
Nach Toqueville ist Kunst der Geselligkeit
"Herzstück und unentbehrlicher Anspruch aller Bürger
an eine Demokratie. Nur durch die gegenseitige Wechselwirkung der
Menschen aufeinander erneuern sich Gefühle und Gedanken, das
Herz weitet sich und der Geist des Menschen entfaltet sich...".
Bürgerinitiativen sind für Toqueville Voraussetzungen
für Bürgergesellschaft (civil society) und damit auch
Gradmesser für Demokratieakzeptanz und Demokratiekultur.
Nirgendwo ist diese staatseingrenzende, staatsskeptische Haltung in
Bevölkerung und gesellschaftlichen Gepflogenheiten
stärker verankert als in den USA. Es ist Thomas Jeffersons
Grundthese, daß das Volk am besten regiert werde, das am
geringsten regiert wird - also am wenigstens Staatsbürokratie
zeigt -" People are governed best, who are governed least". In
Deutschland ist diese urdemokratische Überzeugung selten
anzutreffen... Volltext
Bürgergeld
/ Bürgersteuer
Kein anderes OECD-Land – außer Deutschland
– hat
unter seinen Millionen Arbeitslosen mehr als die Hälfte
Langzeitarbeitslose (darunter immer mehr Jugendliche). Abhilfe schafft
das Bürgergeldkonzept. Wirtschafts-Nobelpreisträger
Milton
Friedman - heute noch der bekannteste Nationalökonom der Welt
-
hat in den 1960er Jahren zusammen mit Kommunitaristen wie Etzioni eine
allgemeine Bürgereinfachsteuer, auch Bürgergeld
genannt,
vorgeschlagen. Diese Bürgersteuer sollte die auch in den USA
vielhundertfachen Sozialtransferzahlungen der verschiedensten
staatlichen Stellen an sozial Schwache, Hilfsbedürftige,
Familienausgleichszahlungen, Objekthilfen in staatlichen
Sonderprogrammen ersetzen. Nulleinkommens-Bürger, sozial
Schwache
erhalten einen einheitlichen Sozial-Mindestlebensunterhalt... Volltext
Bürgschaft
Zweck der Bürgschaft ist die Übernahme einer
finanziellen
Last, sie dient der Kreditabsicherung. Bürgschaft ist
Einstehen
für die Verbindlichkeit eines anderen nach §756 BGB.
Neben
das Hauptschuldverhältnis eines Gläubigers tritt ein
zweites
- ebenso rechtsverbindlich entsprechend Umfang, Bestand und
Zahlungsfähigkeit der Hauptschuld. Ein Bürge kann
sich auch
nur für eine bestimmt Zeit oder begrenzte Summe verpflichten.
Für Bankkredite mittelständischer Unternehmen sind
Bürgschaften die oft einzige Absicherungsmöglichkeit
für
dringend erforderlicher Kredite, bei im Vergleich zu andere
Ländern chronischer Unterkapitalisierung... Volltext
Bundesamt für
Strahlenschutz
Die
1989
neu errichtete Bundesfachbehörde untersteht der Dienst- und
Fachaufsicht des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz
und
Reaktorsicherheit und hat ihren Sitz in Salzgitter mit
Außenstellen in Berlin, Freiburg, München,
Braunschweig,
Berlin-Karlshorst. Angegliedert sind die Geschäftsstellen der
Reaktorsicherheitskommission / RSK, der Strah-lenschutzkommssion / SSK
und des Kerntechnischen Ausschusses/ KTA.
Das BfS hat die Aufgabe die Bundesregierung in Fragen des
Strahlenschutzes einschließlich Bundesaufsicht kerntechnische
Sicherheit sowie Entsorgung radioaktiver Abfälle / Transport
zu
beraten und zu unterstützen...Volltext
Link: http://www.bfs.de/
Bundeskanzleramt
Das Amt des
Kanzlers ist mehr als tausend Jahre alt. Ursprünglich war der
cancellarius ein Hofgeistlicher am kaiserlichen Hof, zuständig
für Ausfertigung von Urkunden und wichtigen
Schriftstücken. Diese Bedeutung hat sich erhalten in der
Anwaltskanzlei bis heute. Zuerst Karl der Grosse, der das Reichsamt des
Erzkanzlers einführte, später betrauten die
sächsischen Kaiser den cancellarius bei Hof mit dem Amt des
Leiters der Reichskanzlei und zugleich die Hofkapelle. Erzkanzler,
Staatskanzler, Reichskanzler waren seitdem Inhaber des wichtigsten
Reichs- und Staatsamtes, übergeordnet und weisungsbefugt
gegenüber allen anderen staatlichen Amtsinhabern. Bis zu
Reichskanzler Bismarck und Führer und Reichskanzler Hitler.
Letzter Reichskanzler nach Hitlers Freitod war noch bis Ende Mai 1945
Grossadmiral Dönitz in Schleswig Holstein. Die Tradition des
Kanzleramtes wurde im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland
beibehalten - als parlamentarisch von den
Abgeordneten des Bundestages gewählter Regierungschef-
allerdings ohne konservative Deutsche Reichstümelei... Volltext
Links: www.bundesregierung.de
www.bundeskanzler.de
BVMW-Aktion: Banken helfen
Mittelstand
Bei vor allem in der Bauwirtschaft schlechten Konjunkturlage - mit
erwarteten mehr als 40.000 Konkursen 2002 - und einem der
Bedürfnislage und „Traditionen deutscher
Mittel-standskultur
anständiger Qualität abträglichen national
wie
international immer ungünstige-rem Umfeld, ergreift der BVMW
die
Initiative für die AKTION: BANKEN HELFEN MITTELSTAND "BASEL
II-INO-KAMPAGNE"... Volltext
Links: www.vnu-ev.de
www.bee-ev.de
www.energieverbraucher.de
BVMW
Consulting
Die BVMW
Consulting Pool GmbH ist die Servicemarke des BVMW. Die im BVMW
Consulting Pool tätigen Dienstleister aus vielen Bereichen
unternehmerischen Handelns, wie z.B. Versicherungen und
Marketingberatung, stellen Ihnen ihr ausgewiesenes Fachwissen zur
Verfügung. Praxis-, lösungs-, zukunftsorientiert. Von
Unternehmer zu Unternehmer. Nur als Mitglied des BVMW und seiner
Partnerorganmisationen haben Sie Zugriff auf die Erfahrung, das Know
How und Dienstleistungsangebot der BVMW Consulting Pool Partner.
Link:http://www.bvmw-consultingpool.de/
C
Common
sense
Nach dem Concise Oxford Dictionary ist common sense "sound practical
sense, especially in every day matters". Im sächsischen
Dialekt
würde man das mit "vischilant" übersetzen, also
hellwach,
gewitzt in Wahrnahme eigener Interessen im Alltag. Sächsisch
verballhornt aus dem französischen Wort "vigilant" hoch
aufmerksam
wie ein Soldat auf der Wache. Sächsischer Mutterwitz trifft
das
englische Original besser als eine Übersetzung von common
sense
mit "gesunder Menschenverstand", bei der das Individuell-Praktische,
ganz persönliche Urteilen verloren geht, ja sogar ersetzt wird
durch eine leicht manipulierbare sogenannte medienbehauptete
Allgemeinstimmung... Volltext
Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Common_Sense
D
Demokratischer Aufbruch / DA (DDR-Bürgerrechtsbewegung)
Der 1989 gegründeten neue
DDR-Partei "Demokratischer Aufbruch"/DA, der auch Platzeck und Merkel
angehörten, geriet 1990 ins Gerede wegen Mitarbeit ihres
Vorsitzenden Wolfgang Schnur beim Staatssicherheitsdienst/STASI Eine
Initiativgruppe, in der neben Schnur sein Nachfolger Rainer Eppelmann-
späterer DDR-Minister für Abrüstung und
Verteidigung in der de Maiziere-Regierung - mitwirkten, fand sich Juni
1989 zusammen als friedensoffensive Bürgerbewegung, der viele
kirchliche und Umweltgruppen / Umwelt-Bibliotheken
angehörten... Volltext
Stichworte: Bürgerbewegung,
Bürgerinitiativen, Demokratischer Aufbruch, DDR-Parteien
Link:http://de.wikipedia.org/wiki/Demokratischer_Aufbruch
Deutschkultur
Nach Theodor Heuss "kann kein Staat Kultur machen, wohl aber kann man
mit Kultur durchaus Staat machen." Ideologisch geprägte
staatsbestimmte Einheitskultur – sei sie faschistischer oder
sozialistischer Prägung - ist Gegenteil
schöpferisch-freiheitlicher Kultur, die zur Entfaltung immer
künstlerische Freiheit, Improvisation, Vielfalt,
Unabhängigkeit von staatlicher Bevormundung,
Gängelung,
kulturamts-ministerieller Regelung braucht. Daher ist zu recht das Wort
"Deutsche Leitkultur" umstritten. Es führt leicht zu
Mißverständnissen, weil Weltoffenheit,
Pluralität
kultureller Äußerungen, Vielfalt kultureller
Ausdrucksformen
und -traditionen eingeebnet, nach einer Leitidee zurechtgestutzt werden
sollen. Ausgerechnet nach deutschen Diktaturerfahrungen.
Deutsche wollen in ihrer übergroßen Mehrheit
weltoffen-gastfreundschaftlich bleiben. In langer Asylhilfe-Tradition
gerade für Glaubensflüchtlinge. An die Aufnahme der
Hugenotten in Brandenburg im 17. Jahrhundert oder der
Militärdiktaturen- und Kommunismus-Flüchtlinge in
Weimarer
Zeit und nach 1945 sei erinnert. Bereits
Preußenkönig
Friedrich II meinte "Wenn Türken und Heiden kähmen
und
wollten das Land pöplieren, so wollen wir sie Mosqueen und
Kirchen
bauen..." Volltext
Dividende Wiedervereinigung
Vom
abrupten Ende des Kalten Krieges wurde die westdeutsche politische
Klasse 1989 auf falschem Fuß erwischt. Mit Heinrich Heine zu sprechen
„Was sich der Lümmel Volk da wieder so ausgedacht“. Jeder hatte sich
doch in „friedlicher Koexistenz“, atomarer Abschreckung, business as
usual eingerichtet.
Durch Freiheitsmut, friedlichen Protest „Wir
sind das Volk“ – auch in regelmäßigen Montags-Friedensgebeten in der
Leipziger Nikolai-Kirche und vielen anderen Städten fiel die Mauer in
Berlin am 9. November 1989 nach Entmachtung Honecker und
traumatisierten SED-Politbüro im Wissen um unaufhaltsamen
Staatsbankrott der DDR... Volltext
Driburg
Thesen / BVMW-Zukunfts-Manifest 2001
Über
die "Philosophie" der Mittelstandskultur informiert das Driburger
Manifest:
Volltext...
E
Ehrenkodex des BVMW
Die
Ehre eines Menschen ist im Kern Selbstachtung,
Selbstberwußtsein, Gewissen, innerster Bereich des
ICH-Gefühls, des
Ich-Wollens.
Das Wort Ehre - honos, decus, fama - geht
weit zurück in die vorchristlich-heidnische Antike und in
christliche Wertvorstellungen der gottähnlichen
Menschenwürde. "Die Ehre des Herrn ist ewig und strahlt aus
auf jeden Menschen". Der Begriffskern ist die Unbescholtenheit, die
unverzichtbare Achtung/Selbstachtung, die jeder Mensch als
Weltbürger und unverwechselbares Individuum - auch als Teil
eines Kollektivs wie Familie, Stamm, Volk, Berufsstandes - beanspruchen
kann. Dieser schon archaisch-altertümliche Begriffskern kann
missbraucht werden als Antimodernisierungs-Ideologie in Widerspruch zu
Völkerecht und Strafgesetzen - etwa im Blut-Ehrbegriff
jemenitischer Stammeskrieger oder islamischer, albanischer,
sizilianischer Familien.
Trotz dieser Wortgeschichte hat sich der
bürgerliche Ehrbegriff in BGB und Strafrecht erhalten - als
Ausfluss des Schutzes der Persönlichkeit und
Menschenwürde. In mittelständischen Unternehmen gilt
dieser Ehrbegriff unverändert mit den Eigenschaften
Untadeligkeit und Anständigkeit des ehrlichen Kaufmanns, -
für den Geschäftsabschluss mit Handschlag nach "Treu
und Glauben" noch Rechtskraft hat. Dieser bürgerliche
Ehrbegriff ist auch Grundlage des Ehrenkodex für Aktive
Mitglieder im Bundesverband Mittelständische Wirtschaft. Das
Bekenntnis zum BVMW-Ehrenkodex mit seinen persönlichen und
unternehmerischen Grundsätzen berechtigt zur Nutzung des
BVMW-LOGO ECOmade in GERMANY als mittelständisches
Qualitätsgütesiegel auf Briefbogen im
Geschäftsverkehr.
Für einen überzeugten
Kulturliberalen wie Theodor Heuss, erstem Bundespräsidenten
der Bundesrepublik Deutschland und selbst als
Zeitschriften-Herausgeber, Werkbund-Existenzgründer und
Publizist mittelständischer Unternehmer, ist
"mittelständische Qualität immer noch das
Anständige".
Der BVMW-Ehrenkodex gliedert sich in
Persönliche und Unternehmerische Grundsätze.
Praktiziert werden soll "Mitverantwortung im Engagement für
das Gemeinwohl und für Erhalt natürlicher
Lebensgrundlagen, als Richtschnur auch persönlicher
Lebensführung". Mittelständisches unternehmerische
Handeln soll "gleichermaßen ethikgebunden sowie kunden- und
mitarbeiterorientiert" sein. Als eine seiner wesentlichen Aufgaben
sieht es der BVMW-Bundeswirtschaftssenat an, den BVMW-Ehrenkodex als
Leitbild überall im Mittelstand und im deutschen
Unternehmertum durchzusetzen und umzusetzen.
Der Ehrenkodex findet seine spiegelbildliche
Entsprechung im BVMW Governance Kodex für
BVMW-Funktionsträger.
Link: Ehrenkodex BVMW-Verantwortungsträger
Einfachsteuer
BVMW-LEITLINIEN STEUERREFORM MITTELSTAND: Acht Thesen zur nachhaltigen Vereinfachung und Umstrukturierung des Steuersystems
THESE 1 Privat statt Staat
Jede
nachhaltige Steuerreform muss mit gründlichem kritischen
Durchforsten des Staatshaushalts und aller staatlichen Aufgaben,
Leistungen und Subventionen begin-nen. Es muss der Grundsatz gelten
PRIVAT STATT STAAT. In einer freiheitlichen Demokratie ist es ein
Irrglaube, der Staat müsse Alles richten und immer mehr Leistungen
übernehmen. Staatsleistungen sind auf Kernaufgaben zu begrenzen.
Vor Zuweisung neuer Aufgaben an den Staat ist nachzuweisen, warum
Privatleistung auch bei neuen Infrastruktur- und Sozialaufgaben nicht
möglich – statt noch mehr Staat ...
Volltext
Energiebedarf - Spitzenlast
Energie kann
nicht in Fällen hohen plötzlichen
zusätzlichen Energie-Bedarfs gespeichert, tiefgefroren, als
Sofortreserve in jedem einzelnen Kraftwerk bereit gehalten werden.
Daher müssen nach einer Fußball- oder anderer
Fernseh-Eventübertragung - jeder schaltet das Licht auf der
Toilette an - zwei Kraftwerkskapazitäten zum Abdecken solch
plötzlicher Spitzenlast zugeschaltet werden. Das Gleiche gilt
bei plötzlichen Kälteeinbrüchen. Das
europäische Energieverbundnetz sorgt in diesen Fällen
für zusätzliche Energiemengen. Auch über bei
Bedarf hochgefahrene Wasser-Pump-Speicherwerke oder
Gasturbinenkraftwerke. Die Bedeutung von Erdgas und Erdgaskraftwerken
wird in Zukunft stark zunehmen, weil der Bau solcher Kraftwerke
vergleichsweise billig, es gibt weniger Emissionen als bei
Kohlekraftwerken. Auch sind daher Gaskraftwerke gut geeignet,
Spannungsschwankungen von Windkraft-Anlagen auszugleichen.
Das erste Luftspeicher-Gasturbinen-Kraftwerk
der Welt, ist 1993 im Oldenburgischen gebaut worden als Sonderform der
bisher üblichen Pumpspeicherwerke. In eine Kaverne (Hohlraum
in undurchlässigen Bodenschichten - hier ein Salzstock) wird
unter hohem Überdruck (70 Atü) Luft eingepumpt, die
während der Spitzenbedarfsstunden zusätzliche
Gasturbinen
antreibt.
Aller Strombedarf unterliegt in jedem
Versorgungsnetz starken tages- und jahreszeitlichen Schwankungen. Die
Spitzen liegen für wenige Stunden oft um mehr als das Doppelte
über der sogenannten Grundlast. Da Großkraftwerke,
speziell moderne Atomkraftwerke, aber nur rationell arbeiten, wenn
möglichst gleichmäßig Strom erzeugt wird
(manche können überhaupt nicht an wechselnde
Belastungen angepaßt werden), bemühen sich die
Energiewirt-schaft seit langem, hohe Spitzenbelastungen und starke
Spannungsschwankungen durch spezielle Spitzenkraftwerke auszugleichen.
Dazu zählen bisher relativ teuer produzierende
Verbrennungsturbinenkraftwerke und die Pumpspeicherwerke, bei denen zu
Zeiten geringeren Energiebedarfs Wasser in höhergelegene
Speicherseen gepumpt wird, um damit bei Spitzenbedarf Turbinen zu
betreiben. Geplant und im Bau sind in den nächsten zehn Jahren
zahlreiche Gaskraftwerke. Erdgas stellte 2004 im Vergleich zu anderen
Energiearten bereits 22% -Weit mehr als in Drittel davon kommt aus
Russland. Platz 1 unter den Energiearten hält
unverändert Öl mit 36 %, Kohle 25 %, Atomstrom 13 %
und erneuerbare Energien 4%.
ErdCharta/ErdBürgerVerfassung
Die ErdCharta – Erster Entwurf einer
ErdBürgerVerfassung 2000 hat eine mehr als 100jährige
Vorgeschichte und viele Väter, Promotoren, Vordenker. Dazu
gehören die grossen amerikanischen Natur-Stiftungen, wie Friends
of the Earth, Audobon Society, World Wild Life Fund, IUCN/International
Union for Conservation of Nature ebenso wie Philosophen, Theologen,
Biologen, Ökologen, Völkerrechtler, Systemforscher
– wie unter anderem Ernst Häckel, von Uexküll, Ivan
lllich, Kenneth Boulding oder Hans Jonas.
Eine Bündelung und ein breites Welt-Medienecho gelang der
Weltkommission der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung -
Brundtland-Kommission - 1987 mit ihrem Abschlußbericht, dessen
Zusammenfassung war mit der Formulierung von ErdBürger-Pflichten
und Politik-Empfehlungen, die EARTH CHARTER / Entwurf einer
ErdBürger-Verfassung – gleichsam ein Ethik-Kodex
nachhaltiger Entwicklung. Kommissions-Manager und Ideengeber war
der Kanadier John McNeill, jahrelanger Chef des
OECD–Umwelt-Direktorats.
Visionen und Empfehlungen der ErdCharta waren Thema der
UN-Regierungs-Konferenz für Umwelt und Entwicklung (UNCED) 1992 in
Rio de Janeiro. Zwar wurde 1992 eine Umwelt-Tagesordnung für das
21.Jahrhundert -die "AGENDA 21" beschlossen, aber die ErdCharta
fiel durch, fand nicht die Zustimmung der Regierungsvertreter und
Wirtschafts-Lobby. Die Entwicklungsländer fühlten sich vor
allem nicht mit ihren Interessen ausreichend vertreten.
Die seit der Ersten UN-Umwelt-Regierungskonferenz in Stockholm 1972
entstandene Welt-Öffentlichkeit aktiver Zivilgesellschaft
organisierte noch 1992 den "Rat der ERDE" in Costa Rica zusammen mit
Umwelt-Aktivisten aus vielen Ländern und dem "Internationalen
Grünen Kreuz" (Parallele zum Roten Kreuz) unter dem Patronat von
Michael Gorbachov und massiver Unterstützung der
holländischen Regierung. 1995 wurde in den Haag die Kommission
für die ErdCharta gegründet. Im Juni 2000, im Friedenpalais
Den Haag, wurde der von Hunderten von Nicht-Regierungs-Organisationen
– NGO`s – unterzeichnete endgültige Text der ErdCharta
der Weltpresse vorgestellt. Auch auf dem Regierungs-Weltgipfel 2002 in
Johannisburg gelang es nicht, die ErdCharta als offiziellen
Tagsordnungspunkt zu behandeln und als verbindliches Regierungsdokument
zu verabschieden.
Die ökumenische Initiative EINE WELT der
christlichen Kirchen, Hunderte von Umweltverbänden und
–Bürgerinitiativen, zahlreiche Wissenschaftler,
Lehrerfortbildungs-Initiativen, etwa in Rheinland-Pfalz und Hessen,
internationale Klima-Aktionstage ebenso, wie das Deutsche Forum
Nachhaltiger Mittelstand im BVMW, unterstützen den "Rat der Erde"
und alle Anstrengungen und Aktionen, die vorgeschlagene
Erdbürger-Verfassung einen völkerrechtlichen Status zu
geben – als UNO-Norm und Tagespraxis.
Die ERD Charta (in Englisch)
Grußwort zur Einweihung des "Zukunfts-Zentrum Mensch-Natur-Technik-Wissenschaft (ZMTW)" in Nieklitz
Zertifizierungsstelle Nachhaltigkeitsmanagement KMU Pommritz/Ostsachsen
Ethik der Nachhaltigkeit
Seit Jahrtausenden werden in allen Weltreligionen ebenso wie in
theologischen, poetischen, philosophischen Texten - und in letzter Zeit
auch von exakten Naturwissenschaftlern - Forderungen nach einer
Überlebensethik der Nachhaltigkeit formuliert. Mit eingeklagten
Geboten des Respekts vor Natur- und Schöpfungsordnung, Respekt vor
politisch nicht manipulierbaren ökologischen Systemgesetzen. Vom
mittelalterlichen Straftatbestand der Brunnenvergiftung bis zu
Weltklimaschutzprogrammen 2007 unterlegt von Ethik-Bestsellern, wie
Hans Jonas Buch "Prinzip Verantwortung", Papst Benedikt XVI Enzykliken
oder UN-Weltklimaschutzberichten.
Eine der berühmtesten dieser Ethik-Codices ist der des Heiligen
Franciscus von Assisi, Begründer des weltweiten
Franziskaner-Ordens, aus dem 13. Jahrhundert: der Sonnengesang-
Canticle lu frate sole. Das gleiche Thema nimmt der Barockdichter
Angelus Silesius auf mit den Worten: "Die Sonn" belebt das All...
Lässt alle Sterne tanzen... wirst Du nicht auch belebt…
gehörst Du nicht zum Ganzen"...
Das Ganze "unser blauer Planet ERDE" – ein Fernsehstar - und
seine "ehernen, ewigen Naturgesetze…" – täglich zu
beachten von uns Menschen – als EarthCitizens/Erdbürger
durch Geburt Mitglied der Naturgattung Homo Sapiens. Jeder Mensch hat
eine doppelte Bürgerschaft – als Staatsbürger,
zugehörig einer bestimmten völkerrechtlich festgelegten
Nation und zugleich als ErdBürger, zugehörig der unendlich
großen Artenvielfalt der Natur.
Beides führt zu Rechten und Pflichten jedes Menschen als
"zeitweiliger Gast auf diesem Planeten ERDE", beides bringt
Lebensfreude oder -leid, Genuss und Verantwortung mit sich für das
Ganze der Schöpfungsordnung Natur. Alle Ethik hat hier ihre
Wurzel: sozial-kulturelle und völkerrechtliche Konsequenzen zu
ziehen, um faires, friedliches Auskommen menschlicher Gemeinschaften
und Ordnungen mit Naturkonstanten/ökologischen Eckwerten zu
erreichen.
Einen Überblick zur Literatur zur Nachhaltigkeits-Ethik gibt der
Konferenzbericht der Tagung 2000 BVMW/IHI-Internationales
Hochschul-Institut-Zittau "Ost-sächsisches ETHIK-DAVOS" unter der
Schirmherrschaft Hans-Dietrich Genscher und Ulrich Wickert:
"Mögliche Wege zu einem Gesellschaftsfähigem Ethik-Konsens",
Bernd Markert und Rosemarie Konschak (Hrsg.), Verlag Peter Lang,
Frankfurt/Main 2003.
Eine Zusammenfassung der UNESCO/OECD-Auffassungen 1968 gibt
Menke-Glückert, "ECO Commandments for EarthCitizens” Paris
1968.
10 Eco-Commandments for earth
citizens ...
Volltext
Siehe auch links Wirtschaftsethik, Nachhaltigkeit, Klimaschutz, BVMW-Ehrenkodex, Mitte.
F
FDP
Umweltleitantrag
Die Umweltpolitik der FDP setzt auf Freiheit und Verantwortung.
Umweltpolitik ist langfristig nachaltige Wirtschaftspolitik. Was heute
noch billig wird auf Dauer sehr teuer. Ohne staatlichen Eingriff ist
der Schutz der Natur, der Gesundheit und der Interessen kommender
Generationen nicht immer realisierbar. Nach liberaler
Aufffassung muss der Staat auf jeden Fall einen zugleich
sozial,
für freien Wettbewerb und ökologisch verantwortbaren
Ordnungs- rahmen setzen, um externe Kosten und diejenigen Kosten, die
auf kommende Generationen verschoben werden,rechtzeitig auszugleichen.
Der Staat darf sich bürokratiearrogant nicht Wissen
anmaßen,
das er nicht hat. Er sollte den Wettbewerb der Ideen und
Lösungen
zulassen statt immer neue Monopole Regelungsmonster zu schaffen oder
Technologien aus Vorurteil und Ideologie vorzugeben. Der Staat soll
Ziele definieren, nicht Wege der Zielerreichung. Zu seinen
Aufgaben gehört die Zielkontrolle, in der Regel aber nicht die
Aufgabendurchführung selbst.
Die Umweltpolitik der FDP sieht Chancen für neue
Lebensqualität, nicht nur Risiken. Ein kompletter Ausschluss
von
Risiken ist auch in der Umweltpolitik nicht möglich.
Drängende Fragen der Umweltpolitik gilt es durch
Augenmaß
und dem jeweiligen Stand der naturwissenschaftlichen Diskussion
entsprechend zu lösen. Nicht die gute Absicht und das Spiel
mit
der Angst der Menschen soll das Leitbild sein, sondern eine Politik der
besten Erfolge, wo Ziele und Mittel in einer vernünftigen
Relation
stehen. Ein Beleg dafür ist die
Weltmarktführungsrolle
Deutschlands in vielen Feldern mittelständisch
gesprägter Umwelttechnologien, vor allem erneuerbare Energien
sind
mittelständisch. Das Vorsorgeprinzip ist im Rahmen einer
rationalen Risikoabwägung von Bedeutung, aber es darf nicht
als
Prinzip des Risikoausschlusses und Risiko-Horrormeldung missbraucht und
damit zum Argument gegen jede neue technische Entwicklung werden.
Die Umweltpolitik der FDP ist innovations- und technologieorientiert.
Wir wollen Forschung und Technologie in den Dienst von Natur,
Gesundheit, Umwelt und der Schaffung von Arbeitsplätzen
stellen.
Als High-Tech-Standorte tragen die Industrieländer dabei eine
besondere Verantwortung auch im Interesse des weltweiten
Umweltschutzes. Der Verzicht auf Wissen ist nicht nachhaltig.
Forschungs- und Denkverbote schränken mögliche
Entwicklungspfade unzulässig ein und entziehen dem
ökologischen Fortschritt die Basis. Nachhaltig ist, was dazu
beiträgt, das technischund wirtschaftlich nutzbare
Ressourcenpotenzial dauerhaft zu erhalten oder sogar zu erweitern -
durch neues Wissen, technischen Fortschritt und effizientere
Organisation der Ressourcennutzung.
Die Umweltpolitik der FDP will praktikable BEST-Lösungen,
nicht
leere Ökosymbolik eines Political-Correctness-Rituals.
Liberale
Umweltpolitik verlangt Glaubwürdigkeit. Nur unter dieser
Voraussetzung lässt sich die Einsatzbereitschaft der Menschen
für den Umweltschutz auf Dauer erhalten. Wenn sich
ökologische Politik in symbolischen Gesten erschöpft,
beschädigen Ökosymbolik und lebensabgewandte
Verzichts- und
Verbotsideologien ihre Akzeptanz. Deshalb müssen
umweltpolitische
Ziele und Instrumente im Eindruck der Entwicklungen von Wissenschaft
und Technik stets überprüft werden. Nicht alles, was
aus
ökologischen Gründen einmal als richtig erkannt
worden ist,
behält seine Gültigkeit unverändert
für Jahrzehnte.
Erlasse und Verordnungen sind nach Möglichkeit mit einem
Verfallsdatum zu versehen. Das Maß für eine gute
Umweltpolitik ist das Erreichen ökologischer Schutzziele,
nicht
das Durchsetzen abgeleiteter Instrumente als Selbstzweck. Die
Umweltpolitik der FDP setzt auf ökologische und
ökonomische
Effizienz ebenso wie auf soziale Kompetenz... Volltext
Freiheit
Kein Begriff wird so sehr missdeutet, verketzert, verkannt - und ist
gleichzeitig so sehr mit - auch sozialpolitisch aufgeladenem - Pathos
verbunden wie FREIHEIT. Ganz verloren ging der indogermanische Wortsinn
von fri - lieben, hegen, schonen. Noch vorhanden in freien, auf
Freiersfüßen gehen. Mittelhochdeutsch vriten -
schonen der
Freunde, Anverwandten. Freiheit und Frieden hatten im Altdeutschen
gemeinsame Wurzeln. Freiheit braucht Frieden... Volltext
"freiheitsrevolution89"
VLA-Initiative "freiheitsrevolution89" - Text für Aufnahme in
Liberale Perspektiven
In Fortführung der Diskussion
Convent Leipzig - Pfingsten 2007
werden Anregungen,
Vorschläge, Empfehlungen vieler
VLA-Mitglieder noch einmal
zusammenfassend
referiert und zur Diskussion im Verband gestellt. Wie
hervorragend praktiziert unter Alt-
Präses Steffen Glöckler
wird
dabei vor allem der
Kontakt und
die Unterstützung der
Friedrich-Naumann-Stiftung für
die
FREIHEIT für vorgeschlagene
VLA-Aktivitäten
gesucht. Generalnenner sollte
der Slogan
- in Wortbesetzung und als
Dauer-Symbol
einer liberalen PR-Kernmarke sein: "freiheitsrevolution89"... Volltext
Friedensforschung
/ Frieden
Im Nachdenken über Gefahren eines Atomkrieges mit
apokalyptischen
Bildern einer Vernichtung der gesamten Menschheit entstand weltweit
eine neue sozialwissenschaftliche Disziplin: die Friedensforschung,
auch getragen von der Friedensbewegung, bestehend aus vielen politisch
sehr unterschiedlich motivierten Bürgerinitiativen, Vereinen
und
politischen Parteien, wie der Gesamtdeutschen Volkspartei Gustav
Heinemanns oder der Kleinstpartei Deutsche Friedensunion... Volltext
G
Gebäudepass
/ www.immobilienpass.de
Der Gebäudepass ist eine Urkunde, die nach einem
standardisierten
Raster die Eigenschaften einer Immobilie objektiv wiedergibt. Somit
gleicht der Gebäudepass einem Röntgenbild, das
Qualitäten und Mängel neutral aufzeigt. Im Gegensatz
zu einem
Qualitätslabel wie zum Beispiel der "Blaue Engel" setzt die
Erteilung des Gebäudepasses nicht voraus, daß die
Immobilie
gewisse Qualitätskriterien erreicht. Andererseits ist der Pass
ein
objektives und prestigeträchtiges Beweismittel für
das
Vorliegen solcher Qualitäten. Der Gebäudepass
mißt die
Qualitäten einer Immobilie nicht nur an traditionellen
Merkmalen
(zum Beispiel Gebäudekonstruktion, Statik) sondern auch an
umweltrelevanten Eigenschaften (zum Beispiel Heizwärmebedarf,
Schadstoffemissionen)... Volltext
Geist
Friedrich
Karl Moser spricht 1766 als erster vom "deutschen NationalGEIST" und
beGEISTert am Vorabend der Grande Revolution 1789 das gebildete
Deutschland - Hölderlin, Klopstock, Goethe, Wieland und den
Weimarer Hof Herzog Karl Augusts.
GEIST ist das wohl deutsch-traditionellste, deutsch-typischste aller
deutschen Worte - angesiedelt inmitten von Innigkeit,
Gemütlichkeit, Schadenfreude, Leitmotiv, Kindergarten,
Waldsterben. Schwer in andere Sprachen, andere Kulturen zu
übersetzen. Nicht annähernd wird deutsche mystische Tiefe,
philosophische Selbstgefälligkeit deutschen Sonderwegs - auch mit
dem Wort Geisteswissenschaften – erreicht in Übersetzungen.
Missverstehen ist vorprogrammiert im Land der "Dichter und Denker".
Karl Kraus sprach nach Hitler vom Land der "Richter und Henker". Keine
Stadt hat Hitler öfter besucht als Weimar -74 Mal. In Köln
war er zweimal. GEIST im deutsch-etymologisch-kulturellen Wortsinn hat
es schwer, nicht absurd verdreht verfälscht, bagatellisiert,
besudelt zu werden. Bis heute etwa durch 68er und Marx-und
Murks-Ewiglinke... Volltext
Gerechtigkeit
Der Begriff und politische Kampfruf "Gerechtigkeit" kennt viele
Deutungen und Definitionen. Und zwar im subjektiven Sinn verstanden,
als Tugend der Fairness und Rechtschaffenheit im Umgang mit Anderen.
Objektiv verstanden, als ultimative – staatlicher Gesetzgebung
entzogene - Rechtsidee der Beschränkung von Herrschaft,
Machtbändigung. Nach dem römischen Juristen Ulpian "der feste
und beständigen Willen jedem sein Recht zu gewähren…" Volltext
Gesundheitsvorsorge
VORSORGE STATT KOSTENLAWINE GESUNDHEITSSTAAT: Sieben Thesen
"GESUNDHEITSVORSORGE FÜR ALLE" - BVMW-Hilfen –
Erwerben von
Vitalkompetenz
- Grundsätze - Eigenmanagement -
Körperbewußtsein – Mitunternehmertum -
Volltext
GE-Wissen – Stabilitätsanker Demokratie
Scientes
bonum et malum - Wissend um Gut und Böse. Das ist nach der Bibel
DAS GEWISSEN - Kern des Mensch-Seins. Unterschied zu
tierischem Instinkt des Fressens und Gefressenwerdens.
Vernunftsgemässes gewissenhaftes Handeln. Moralisches SOLL - als
Teil des ganz persönlichen Selbstbewusstseins, gefühlt in
überkommenem Kollektiv- und Kultur-Wissen. Auch als schlechtes
Gewissen, "innerer Schweinehund" - gegen den anzukämpfen.
GE-Wissen ist immer Selbstprüfung, verlangt Mut zur Wahrheit
"ehrlicher Überzeugung"...Volltext
H
Hauptschule
Hauptschulen bestehen als
selbständige
deutsche Schulform seit 1964.Sie traten an die Stelle der bisherigen
Volksschuloberstufe und umfassen das 5. bis 10.Schuljahr mit Ziel der
"mittleren Reife" zum Eintritt in das Berufsleben als späterer
Facharbeiter, Handwerker, kaufmännischer Gehilfe usw. Nach dem
Hamburger Abkommen der Kultusminister 1964 sollte "eine auf die moderne
Arbeitswelt ausgelegte Arbeitslehre" im Mittelpunkte des Unterrichts
stehen. Das Konzept Hauptschule war Antwort auf den Prestigeverlust der
Volksschuloberstufe gegenüber Besuch des Gymnasiums,
Realschule
und anderer weiterführender Schulen in den 1950er Jahren... Volltext
Herausforderungswirtschaft
Plädoyer
für eine Herausforderungswirtschaft - Challenge sustainable
freedom for EarthCitizens - Vortrag VLA-Convent Freiheitsmuseum
Schloß Rastatt 15. Mai 1994 (Peter Menke-Glückert)... Volltext
I
IBIS
Seit wenigen Jahren werden von IT-Firmen
neue
Verfahren des Wissens-Managements erprobt. Dazu gehören neben
den
bekanntern Suchmaschinen auch selbst lernende und
Nutzerwünschen
sich anpassende argumentative Datenbanken und Netzwerke entwickelt. Das
von Horst Rittel an der Stanford University/Californien entwickelte und
merhfach getestete IBIS-Verfahren gibt mittelständischen
Unternehmen zeitsparende Hilfen im Wissensmanagement. Eine
Einführung in die IBIS-Datenbanken und
Informationsverdichtungs-Konzepte gibt das auf der
BVMW-Mitarbeiter-Tagung 2002 in Bad Driburg vorgelegte Thesenpapier... Volltext
Ideologie
Ideologie
nannte man Ende des 18. Jahrhunderts
in Frankreich, die von bestimmten Philosophen vertretenen
philosophisch-erzieherische Ansichten, wonach bestimmte seelische
Tätigkeiten – eben „idees“
lebenspraktische
Regeln für Recht, Staat, Schule sind. Dieser Idee-Gedanke
wiederum
war abgeleitet aus Griechisch „idea“, Vorstellung,
Leitgedanke, Einfall und das zugehörige Verb
„idein“,
sehen, erkennen, wissen. Plato hat Idee als Urbild definiert,
unveränderlich ewige Seinsqualität der Dinge. Vom
Menschen
nicht zu fassen, weil nur trügerische Erscheinungen des
angeblichen Dings an sich schemenhaft unvollkommen zu erkennen
(Höhlen-Gleichnis des Dunkel-Geheimnisvollen des
Erkenntnisprozesses)... Volltext
Information
2006 ist das Jahr der Informatik, 2005 war das Einstein-Jahr.
Informations-PR pur. Doch hat es - vor allem Existenzgründern
und
dem Mittelstand - geholfen? Wohl kaum. Wie vor Jahrzehnten im Falle der
Unterhaltungselektronik und Kameras, droht 2006 Deutschland auch jede
Teilnahme an High-Tech-Weltgeltung in Eigenproduktion von Handys und
Chips zu verlieren. Information ist Schlüsselwort,
zukunftsträchtig für das nachmoderne 21. Jahrhundert.
Jeder
benutzt es für Nachweis seiner Technik-Fortschrittlichkeit.
Vergessen wird dabei, dass jede Apparatur immer nur so gut, wie die
Menschen, die sie bedienen, nutzen. Weltmarkt-Biss kommt nicht aus
Apparaten... Volltext
Links:
http://idw-online.de/pages/de/kiosk
(Startpunkt für die Recherche nach wissenschaftlichen
Informationen)
http://www.scirus.com/
(Search engine that fetches only scientific websites)
Innovation
Lateinisch "innovare" wird
übersetzt mit
erneuern. Im weitesten heute 2006 gebrauchten Sinne ist Innovation jede
Tätigkeit, die Veränderung bewirken will, mit vollem
Risiko
des Scheiterns. Etwa Neues soll geschaffen werden, wo vorher nichts
oder etwas ganz Anderes war. Innovationen wollen die Welt anders laufen
lassen, als sie ohne bewusst-energisches kreatives Eingreifen eines
Unternehmers, Planers, Politikers, Ingenieurs, Tüftlers,
Erfinders
laufen würde. Auf einen Innovationsdurchbruch hin mit neuen
Ideen
arbeiten über vier Millionen mittelständischer Firmen
ebenso
wie alle Großkonzerne in Deutschland. Konzipieren, Forschen,
Planen, Entwickeln, Bildung vermitteln, Dichten, Komponieren, Gesetze
machen, Häuser und Städte Bauen – alles das
sind
Spezialformen der Innovation... Volltext
Inoslvenz
Mittelständische
Unternehmen sind nur dann zahlungsfähig,
wenn sie liquide, das heißt die verfügbaren Mittel
reichen
jederzeit aus, um Zahlungsverpflichtungen termingerecht zu
erfüllen: zum Beispiel Steuerschulden, monatliche Entlohnung
aller
Mitarbeiter, Bezahlung gegebener Zulieferaufträge von
Rohmaterial
für qualitätssichere Ausführung von
Kundenaufträgen. Das Insolvenzverfahren wird durch das
Insolvenzgericht auf Antrag eines Gläubigers eröffnet
- sehr
häufig einer Bank - oder eines Schuldners - bei Gesellschaften
jedes Mitglieds des Vertretungsorgans. Schon vor Eröffnung des
Insolvenzverfahrens kann vom Gericht ein Insolvenzverwalter bestellt
werden, auch zur Aufstellung eines Insolvenzplanes zum mit den
Gläubigern abgestimmten Abtragens der Schulden in bis zu
sieben
Jahren. In den letzten sechs Jahren gingen jährlich mehr als
70
000 Firmen, meist kleine und mittlere Unternehmen - in Insolvenz, zwei
Drittel davon aus der mittelständischen Bauwirtschaft. Im Fall
Massearmut kann das Insolvenzgericht die Eröffnung des
Insolvenzverfahrens ablehnen, weil voraussichtlich die Kosten des
Insolvenzverfahrens - Gerichtskosten und Auslagen des
Insolvenzverwalters und Gläubiger-Ausschusses - noch
vorhandene
Vermögenswerte der insolventen Firma übersteigen... Volltext
Links: http://www.basel-ii.info/
http://de.wikipedia.org/wiki/Basel_II
J
Jüdisch-Deutsche
Kultur
Keine der in vielen Teilen der Welt lebenden Juden - in der Diaspora,
nach der Vertreibung aus dem Gelobten Land Israel vor über
2000
Jahren - waren so eng mit der Kultur des Einwanderungslandes
verwachsen, wie die deutschen Juden. Sie waren seit dem
Frühmittelalter fester Bestandteil deutscher Sprache und
Sitten.
Beleg dafür ist vor allem das Jiddische, ein
mittelhochdeutscher
Dialekt. Das zeigen viele Lehnworte und Sprichwörter
bis
heute. Zum Beispiel "etwas aus Daffke tun", also aus reinem Trotz, nun
erst recht etwas nachhaltig gegen den Zeitgeist tun. Das alte deutsche
Wort "Trotz" wird hier durch das jiddische Wort "DAVKO" ausgetauscht,
mit der Wortbedeutung sicher, gewiss, selbstverständlich. Oder
die
Redensart "Tacheles reden", mit der Bedeutung unverblümt
Klartext
sprechen, kein Blatt vor den Mund nehmen. Jiddisch "TACHLES"
heißt Ziel, Zweck. "Tachles reden" wird häufig von
Politikern und Journalisten 2006 verwendet. Etwa bei den
Aschermittwochsreden im ausklingenden Karneval... Volltext
K
Kernkraftwerke / HTR
2004 waren in Deutschland 18
Kernkraftwerke/KKW in Betrieb mit einer Brutto-Leistung von 21.693 Mwe
(2005 17 KKW). Der Anteil KKW an der Netto-Stromerzeugung betrug 32 %.
Die deutschen Atomkraftwerke leisten keinerlei Ausstoß an
klimaschädlichem CO2 und tragen positiv zur deutschen
CO2-Bilanz bei mit jährlich eingesparten 150 Millionen Tonnen
CO2 im Jahr. Dies entspricht in etwa der CO2-Menge, die
jährlich durch den Straßenverkehr freigesetzt
wird... Volltext
Konservativismus
Lateinisch Conservare hat die Bedeutung von aufbewahren, erhalten, in
Acht nehmen. Konservator ist der Aufseher und Stiftungsverwalter von
Traditions-Kulturgut.
Konservativismus ist eine der drei großen Strömungen
politischer Kulturgeschichte – neben Sozialismus und
Liberalismus. Nach dem britischen Konservativen Edward Heath verlangt
der Konservative „immer den praxiserhärteten
Nachweis, dass
vorgeschlagenes Neues besser als das bewährte Alte“.
Tradition erhält also den Zuschlag, es sei denn „der
Beweis
des Gegenteils wird erbracht“. Nach Churchill sind
Konservative
Common-sense-Optimisten, die auf das von „den Vätern
Ererbte
vertrauen, Sozialisten romantische Daueroptimisten ohne Common sense -
also neudeutsch Gutmenschen- und Liberale sind immer wieder
„an
der Lebenspraxis enttäuschte Optimisten“ also im
Grunde
Pessimisten, aber mit einem gelegentlichen Schuss Hoffnung, mit
Optimismus-Mut. Literatur-Nobel-Preisträger Churchill muss es
wissen, war er doch eine Zeitlang auch Mitglied der liberalen Fraktion
im englischen Unterhaus. Nach Margret Thatcher -“that we
Conservatives stand for is basically common sense”, also
praktizierter gesunder Menschenverstand des Immer-weiter-so... Volltext
Kreislaufwirtschaft
Mit dem Gesetz zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Sicherung
umweltverträglicher Beseitigung von Abfällen vom 27.
September 1994 – Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz /
KrW-AbfG – ist das wohl ehrgeizigste Nachhaltigkeitsgesetz einer
Bundesregierung verabschiedet worden. Noch nie zuvor sind so umfassend
aus naturwissenschaftlicher Begriffsbildung entnommene Konzepte in
Juristen- und Bürokratiesprache übernommen und zugleich
umfangreiche neue Rechtspflichten für – vor allem
mittelständische Unternehmen - , aber auch jeden Bürger
statuiert worden. Wegwerfgesellschaft und Energieverschwendung
wird der Kampf angesagt, ein Signal für deutsche Vorreiter-Rolle
im Umweltschutz gegeben... Volltext
Kyoto-Protokoll
(Klimaschutz 1997)
1997 wurde in Kyoto eine Weltrahmen-Richtlinie zum Schutz des
Weltklimas das sogenannte Kyoto-Protokoll der Vertragsstaatenkonferenz
RIO unterzeichnet. Klare Minderungszusagen für
klimaschädliche Treibhausgase der Vertragsstaaten fehlten. Es
lag
ein Konzept als Plan – ohne Einzelheiten vor. Vorangegangen
waren
• MIT -Weltklima-Konferenz 1970
in Boston/USA
• UNO-Regierungskonferenz 1972
in Stockholm/Schweden
• UNO-Regierungskonferenz 1992
in Rio de Janeiro/Brasilien
Die Gipfelkonferenz der UNO-Umweltminister im Juli 2001 in Bonn
versuchte die Versäumnisse der Gipfelkonferenz 1997
auszugleichen.
Die Kyoto-Reduktionsziele sind nach Ländern gestaffelt,
für
Europa insgesamt sind dies minus 8%, für Japan minus 6%,
für
USA minus 7%. 2001 hatte kein Land – außer
Großbritannien, den skandinavischen Ländern und
Deutschland
den CO2-Ausstoß gesenkt... Volltext
L
Liberalismus
Lateinisch liber, liberalis steht für aufgeklärt,
vorurteilsfrei, edel, freigebig, mild, gütig. Eintreten
für
Volksfreiheit und freisinnig-fortschrittliche Staatsform. Nach Heyses
Fremdwörterbuch von 1873 ist Liberalismus "Liebe zu freien
Verfassungen" Heute - 2006 - wird man hinzufügen "Liebe auch
zur
Markt- und Bürokratiefreiheit".
Liberal sein hieß Anfang des 19.Jahrhunderts "für
eine
Verfassung eintreten", also Verfassungspatriotismus. Diese
Wortbedeutung war 1812 im Ringen um die spanische CORTES - das
Parlament - zur Wortbedeutung aufgeklärt,
großzügig,
tolerant hinzugekommen. Der Gegensatz im spanischen Verfassungskonflikt
war servil, absolutistisch, königstreu-konservativ, kurz das
Contra zu den Feudalmächten von vorgestern. Das
überwiegend
liberal gesinnte Bürgertum erkämpfte sich
überall in
Europa gegen den absolutistischen Staat politische Rechte wie sie
formuliert in der Erklärung der Menschen und
Bürgerrechte der
Französischen Revolution 1789 und der Amerikanischen
Unabhängigkeitserklärung von 1776... Volltext
Liberal
International / LI
Zu den Jahreskongressen der Liberalen
Internationale (LI) treffen sich regelmäßig immer an
anderem
Ort liberale Politiker, wie der ehemalige kanadische
Ministerpräsident Trudeau, der Franzose Valéry
Giscard
d´Estaing (Staatspräsident in der Zeit Bundeskanzler
Helmut
Schmidt und Vorsitzender EU-Verfassungs-Convents), Lord Dahrendorf,
oder der langjährige dänische Außenminister
Uffe
Ellemann-Jensen, der isländische Premier Steingrimur
Hermannsson
und natürlich FDP-Politiker wie Lambsdorff, Genscher,
Westerwelle,
Bangemann. Augenblicklicher Vorsitzender 2006 ist Lord Alderdice.
Präsident der Deutschen LI-Gruppe ist der
FDP-Bundestagsabgeordnet
Markus Löning / www.markus-loening.de...
Volltext
M
Management-Buy-Out/Belegschafts-BUY-Out
Viele mittelständische Firmen in
DDR / neuen Bundesländern hat die Treuhandanstalt auf dem Weg
des Management-Buy-Out (MBO) an Existenzgründer aus der
Belegschaft oder VEB-Manager aus den ehemaligen DDR-Unternehmen
verkauft - meist mit Hilfe von Bankkrediten. DDR-Firmenanteile
wurden von Belegschaften oder DDR-Managern ganz oder zu einem
großen Teil übernommen. Ein Beispiel unter vielen
ist die MBO-Privatisierung der VEB-Firma Industriemontagen / IMO
Leipzig mit den Investoren Dresdner Bank und Land Sachsen. Die
Belegschaft hält über eine Mitarbeitergesellschaft
die Aktienmehrheit, Dresdner Bank und ehemalige DDR-Industriemanager
den Rest.
Aber auch jenseits der
Privatisierungsbestrebungen in der ehemaligen DDR spielen MBOs eine
zunehmende Rolle auch in der westdeutschen Wirtschaft. Sie sind
häufig dann Problemlösung, wenn ein
Eigentümer eines Unternehmens keine Nachfolger aus dem
Familienkreis hat, aber den nachhaltigen Bestand des Unternehmens
sichern will. Eine andere Variante ist die Abspaltung von
Unternehmensteilen bei Großbetrieben. Mitunter stellt sich
nämlich heraus, daß eine bestimmte Produktlinie
besser und billiger in einer selbständigen Einheit gefertigt
werden kann als unter dem Dach eines Konzerns. In einem solchen Fall
kann die Unternehmensleitung den in dem Bereich tätigen,
leitenden Mitarbeitern anbieten, den Betriebsteil herauszukaufen und
ihn künftig selbständig zu führen. Die
erworbenen Kenntnisse über die Marktstellung und die
Perspektiven des Produkts bieten den leitenden Mitarbeitern aus dem
Femilienbetrieb wie kaum einem anderen Käufer den Vorteil,
Chancen und Risiken der zukünftigen unternehmerischen
Tätigkeit aus jahrelanger Firmen- und Marktkenntnis heraus
abwägen zu können. Die Bindung der Arbeitnehmer an
das Unternehmen wird intensiver, die Motivation für
Firmenerfolg und Innovations-Vorschläge sehr verbessert nach
Ludwig Erhards Motto "Wohlstand für Alle".
Manchestertum
Eines der meistgebrauchten Kampfbegriffe aus dem marxistischen Arsenal
ebenso wie staatskonservativer Denkschule mit Diffamierung der
Marktwirtschaft und Bürgerfreiheiten ist das Wort
„Manchestertum“. Meist gleichgesetzt mit
ausbeuterischem
Raubkapitalismus ohne jede soziale Komponente, ohne staatliche
Schutzfunktion für Minderbemittelte, sozial Schwache und
Kranke:
also Zerrbild des klassisch-humanistischen Liberalismus mit dem
Fundament der Grund- und Menschenrechte. Den Liberalen wird soziale
Kompetenz abgesprochen... Volltext
Mitte (Land der "MITTE")
Nicht
China ist 2006 Land der Mitte - sondern das
großkoalitionäre Deutschland.
Nach einem Wort des chinesischen Weisen
Konfuzius "geraten Institutionen in Unordnung, wenn die Begriffe nicht
stimmen". Mit dem Begriff Mitte verbinden sich jedenfalls in
Deutschland viele Unklarheiten, Abgrenzungsprobleme, Ideologien,
Beliebigkeit der Definitionen - je nach politischer Einstellung oder
Lehrsätzen deutscher 68er-Wirtschaftsethik.
Was heißt eigentlich
Mitte?
Mitte ist nach Wortinhalt der
gleichmäßige Abstand von zwei entgegengesetzten
Verhältnissen, politischen Positionen oder Meinungen. Eben
diese "goldene Mitte" eines gleichmäßigen
Fernhaltens von einem Zuviel oder einem Zuwenig. Gesunder
Menschenverstand. Diese aufklärerische "Tugend virtus in medio
posita est" heißt Maßhalten / "modestas". "Diu
maze" im Mittelhochdeutschen und ist eine der Rittertugenden, neben
Kühnheit, Weisheit, Treue / Loyalität, Gerechtigkeit.
Der Gentil`uomo, Gentleman, Kavalier,
Ehrenmann - sie alle haben ihre Wurzel in diesen christlichen
Rittertugenden, sind fortwirkendes europäisches Kulturerbe.
Heute 2006 auch im Sinne einer Problemlösung der
Mediation - des vermittelnden Ausgleichs für
innovative Umgründung, Neuanfang, in Ruhe nachgedacht, ohne
Tagesmoden nachzulaufen.
Gleichen Ursprung ruhiger traditioneller
Mittigkeit haben Geschäftsabschluss per Handschlag, Treu und
Glauben im Geschäftsverkehr, praktizierte Fairness im Umgang
mit Mitarbeitern und Mitbürgern, Achtung der
Menschenwürde, Verlässlichkeit bei Absprachen und
Einhalten von Spielregeln - auch in der Politik. Alles auch
heute noch hochgehaltene mittelständische Treu-Tugenden.
Selbst wenn es schwer fällt.
Zusammengefasst: Entscheidungsmut des
Mittelständlers das Anständige durchzuhalten und
durchzusetzen. Marktliberalität und sozialethische
Verantwortung für Mitarbeiter sind zwei Seiten der gleichen
Medaille... Volltext
Mittelstand
Der diffuse Begriff des
Mittelstands umreißt eine gesellschaftliche Gruppe, die
früher zur sozialen Schicht des Bürgertums
gezählt wurde, sich inzwischen aber auf den Kreis der
selbständigen Erwerbstätigen verengt hat. Zum
Mittelstand werden heute neben Gewerbetreibenden, Freiberuflern und
Landwirten insbesondere kleine und mittlere Unternehmen aus Industrie,
Handwerk, Handel, Gastronomie, Verkehrswirtschaft und anderen
Dienstleistungsbranchen gezählt, die von einem
selbständigen Inhaber geführt werden, der im Betrieb
mitarbeitet und der auch das unternehmerische Risiko trägt.
Klare Abgrenzungen zwischen mittelständischen Betrieben und
Großunternehmen gibt es nicht. Staatliche
Förderprogramme definieren die Zielgruppe Mittelstand oft sehr
umfassend. So werden Unternehmen des produzierenden Gewerbes auch dann
noch dazu gezählt, wenn sie mehrere hundert Mitarbeiter
beschäftigen. Der gewerbliche Mittelstand, dem in Deutschland
mehr als zwei Drittel aller Arbeitnehmer zugerechnet werden, gilt bei
Politikern und Ökonomen gemeinhin als wichtigster Motor
für Wachstum und Beschäftigung.
Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Mittelstand
Mittelstandsbündnis
Energieeffizienz
BVMW-Innovationsoffensive NEUE
ENERGIEN
Innerhalb der nächsten 20 Jahre werden in Deutschland weit
mehr
als die Hälfte der bestehenden Kapazitäten aufgrund
Überalterung des Kraftwerksparks und Ausstieg aus der
Atomenergie
ersetzt werden müssen. Entscheidend wird vor diesem
Hintergrund
sein, dass heute die richtigen Weichenstellungen für eine
nachhaltige Energieversorgung des Mittelstandes und jedes
Energieverbrauchers vorgenommen werden. Das
BVMW-Mittelstandsbündnis Energieeffizienz setzt sich daher in
der
Innovationsoffensive Neue Energien mit seinen Mitgliedsunternehmen und
Partnerverbänden für nachhaltige Energiewirtschaft,
Innovationen für erneuerbare Energien, konsequent verbesserte
Effizienz aller Energiedienstleistungen und Stärkung des
Verbraucherschutzes privater und kleingewerblichen Energiekunden und
neuen Energieanbieter ein... Volltext
Mittelstandsparteien /
Poujadismus
In der
deutschen Parteien-Geschichte hat es im Bismarckreich, Weimarer
Republik und nach 1945 immer wieder Parteigründungen mit dem
Ziel konsequenter mittelständischer Interessenvertretung
gegeben. So der mit der Deutsche Fortschrittspartei - dem
sozialliberalen Teil der deutschen Liberalen - verbundenem
mittelständische Hansabund, der den extremen Protektionismus
des Bundes Deutscher Landwirte in den 1880er Jahren ablehnte bis zur
Reichspartei des Deutschen Mittelstandes/Wirtschaftspartei in den
1920er Jahren. In den 1950er und 1960er Jahren gab es
Parteigründungen wie die Wirtschaftsaufbauvereinigung / WAV,
Deutsche Wirtschaftspartei, Deutsche Mittelstandspartei, die alle als
Klein-Parteien scheiterten. Deutsche Parteien haben heute alle
Mittelstandsvereinigungen. Jede Partei behauptet,
Mittelstandsinteressen zu vertreten.
Als klassische Partei des Mittelstandes mit
klarer marktwirtschaftlicher Positionierung und Eintreten für
staatsfreie Unternehmerverantwortung versteht sich seit ihrer
Gründung die FDP, die seit einigen Jahren als neoliberale
sozialkalte Kapitalisten-Partei denunziert wird in großen
Teilen der veröffentlichten deutschen
Medien-Meinung... Volltext
Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Poujadismus
Mittelstandskartell
Kartelle sind nach §1 des Gesetzes über
Wettbewerbsbeschränkungen / GWB "Vereinbarungen zwischen
miteinander im Wettbewerb stehenden Unternehmen, aufeinander
abgestimmte Verhaltensweisen, die eine Verfälschung des
Wettbewerbs bewirken..." Wettbewerb im Sinne dieser Gesetzesdefinition
ist immer gegeben, bei Unternehmen gleicher Wirtschaftsstufe
(horizontale Bindung). Doch es gibt auch Vertikalvereinbarungen von
Kartellen und Freistellungsausnahmen... Volltext
Mittelstandskultur
EU und deutsche
Betriebswirtschaftslehre
definieren - anders als in angelsächsischen Ländern -
den
Begriff Mittelstand nicht als eigentümergeführtes
Familien-Unternehmen, sondern nur- statistisch anhand Umsatzzahlen -
bis 250 Mio. EURO Jahresumsatz und anhand der Anzahl der
Beschäftigten - bis 500. Der BVMW folgt nicht dieser
EU-Definition
und ist nach seiner Satzung Interessenvertretung
Eigentümer-geführten "mittelständischen
Unternehmer
aller Branchen und Berufsgruppen gegenüber der
Öffentlichkeit". Jedes aktive BVMW-Mitglied ist verpflichtet
auf
den BVMW-Ehrenkodex - der die Grundsätze der deutschen
Mittelstandskultur zusammenfasst... Volltext
Siehe auch Stichworte: Privatisierung,
Ehrenkodex,Wirtschaftsethik, Mittelstandspanel
Links: Ehrenkodex
BVMW-Mitglieder
Ergebnisse
der Online-Mittelstandsbefragung / BDI-Mittelstandspanel
Mittelstandsvereinigung der
CDU/CSU - MIT
Die CDU/CSU Wirtschafts- und
Mittelstandsvereinigung / MIT mit Sitz in Berlin hat etwa 40000
Mitglieder - alles selbständige Unternehmer,
Handwerker, Freiberufler, Unter-nehmensberater, Rechtsanwälte.
MIT besteht seit 1954 und hat das Ziel, den Mittelstand mit seinen
Interessen in den beiden Parteien CDU und CSU zu stärken.
Vorsitzender ist der CDU-Bundestagsabge-ordnete Peter Rauen,
Hauptgeschäftsführer Hans-Dieter Lehnen.
Ähnlich wie die Junge Union, ist
MIT eine Untergliederung der CDU/CSU. In Foren und Kongressen
beschäftigen sich die Mittelstandsunternehmer mit Themen wie
dem Laden-schlußgesetz, der Unternehmenssteuerreform, der
Pflegeversicherung, EU-Dienstleistungs-Richtlinie oder dem
Rabattgesetz. Auf jährlichen Bundeskongressen verabschieden
die Delegierten Beschlüsse, die der Bundesvorstand als
politische Empfehlung an den CDU/CSU-Parlamentskreis Mittelstand
weiterleitet, der mit CDU/CSU- Bundestagsabgeordneten besetzt ist. Die
Abgeordneten setzen sich im Bundestag dafür ein, daß
die Vorschläge in die Diskussion um die jeweiligen Gesetze
Eingang finden. Dem Vorstand gehören 16 Personen an; alle zwei
Jahre finden Neuwahlen statt. Mit regionalen
CDU-Mittelstandsvereinigungen, wie mit der Wirtschaftsvereinigung Nord-
Rhein-Westfalen hat die MIT in den letzten Jahren fusioniert.
Link: www.mittelstand-deutschland.de
Mitunternehmertum
Bundespräsident Horst
Köhler setzt sich ein für die alte BVMW-Forderung
Sozialpartnerschaft in der mittelständischen Wirtschaft: also
Respekt vor gegenseitiger Leistung auch in Form
Vermögensbildung der Arbeitnehmer durch Beteiligung am
Betriebsvermögen. Natürlich unter der Voraussetzung
Risikobereitschaft auf beiden Seiten. Das Risiko einer Beteiligung am
Betriebsvermögen ist allemal für Arbeitnehmer
größer, weil er im Insolvenzfall doppelt verliert:
Arbeitsplatz und Vermögen.
Nach dem BVMW-Mittelstands-Ehrenkodex sind
Mitarbeiter stets Mitunternehmer, als Mitplaner daher in der
Mitverantwortung für unternehmerischen Erfolg. In
mittelständischen Familien- und Kleinbetrieben ist solch
Mitunternehmertum in ehrlicher Sozialpartnerschaft bis heute
selbstverständlich. Flexible Partnerschaft zwischen
Unternehmer und Belegschaft ist längst
Überlebensnotwendigkeit im immer härter werdenden
globalen Wettbewerb. Das nicht- regional-unternehmensbezogene heutige
Tarifrecht erschwert Mitunternehmertum und betriebliche
Mitverantwortung der Belegschaft, verhindert Risikomanagement im
Betrieb mit dem Ziel der Vermögensbildung der Arbeitnehmer. Im
Fall existentieller Bedrohung des Unternehmens und einer
Zweitdrittel-Zustimmung der Belegschaft zum befristeten Verzicht auf
Lohn oder die 35-Stunden-Woche ist das
Günstigkeits-Prinzip - zum Erhalt der
Arbeitsplätze - erfüllt. Ohne
Widerspruchsrecht betriebsferner Gewerkschaftszentrale. Auch ist nicht
einzusehen, dass nur gewerkschaftseigene Fonds das geeignete Instrument
zur Vermögensbildung von Arbeitnehmern... Volltext
Link: http://www.agpev.de/
N
Nachfolgeorganisationen der
Treuhandanstalt
Die Arbeit, die
die Treuhandanstalt Berlin als DDR-Staatsbegräbnisagentur nach
ihrer Auflösung 1998 hinterlassen hat, wurde von drei
Nachfolgeorganisationen mit mehr als 4000 Mitarbeitern
bewältigt. Die Hauptaufgabe übernahm dabei die
Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (BVS),
die die Einhaltung der 85 000 Privatisierungsverträge
überwachte. Immer noch laufen Prozesse gegen Investoren, die
ihre Arbeitsplatz- und Investitionszulagen nicht erfüllen. Die
BVS war zudem für die Abwicklung der mehr als 3500 in Konkurs
gegangenen Firmen und Betriebsteile verantwortlich, die nicht verkauft
werden konnten, sowie für die Privatisierung des land- und
forstwirtschaftlichen Vermögens.
Die Liegenschaftsgesellschaft der Treuhand
(TLG), die seit 1991 besteht, kümmerte sich um den Verkauf der
60 000 Flächen und Grundstücke, die nicht
landwirtschaftlich genutzt wurden. Vor allem die noch nicht
geklärten Eigentumsfragen und die umweltverseuchten
Böden erschweren bis heute Immobilienverkäufe.
Die Beteiligungs- Management-Gesellschaft
(BMG) betreute die vier noch bestehenden Management-
Kommanditgesellschaften. In ihnen sind Unternehmen
zusammengefaßt, die sanierbar, aber noch nicht verkauft sind.
2002 schlossen alle Treuhand-Nachfolge-Organisationen ihre Arbeit ab.
Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Treuhandanstalt
Nachhaltiger Tourismus
Tourismus
ist heute eine wichtige Quelle des gesellschaftlichen Wohlstandes und
einer der am schnellsten wachsenden wirtschaftlichen Sektoren. Er ist
ein weltweites Phänomen mit wachsender Zahl von Reisenden. Derzeit
beträgt der Umsatz im Hotel- und Gaststättengewerbe ca. 13
Milliar-den Euros. Hotels, Gaststätten, Reisevermittlungen und
-veranstaltungen, Kongress- und Tagungs-management, Messen und
Ausstellungen, Verbände und Organisationen, deren Tätigkeit
Reisen zur Folge haben, Reiseveranstalter und -dienstleister
beschäftigen mehr als 1,6 Millionen Arbeitnehmer. Nach
Umsatzstärke und Arbeitsplatzpotential kommt die Tourismusbranche
noch vor der deutschen Stahlindustrie... Volltext
Nachhaltigkeitsmanagement / BVMW-Thesen
These 1 Kontinuität BVMW - Alleinstellungsmerkmal Nachhaltigkeit
Unter mehr als 300 Mittelstandsverbänden und -instituten hat nur
der BVMW Kontinuität im Satzungs-Alleinstellungsmerkmal,
mittelständische Unternehmen durch Innovationen für
nachhaltiges Wirtschaften zukunftsfähig zu machen (§ 2
Abs.8). Vor allem über die BVMW-Satzungsorganisationseinheit
„Deutsches Forum Nachhaltiger Mittelstand (§ 13 Abs.5)... Volltext
Nationalliberale contra
Sozialliberale
Keine andere Parteigruppierung kennt so
heftige Flügelkämpfe und ständige
Abspaltungen wie die Freien Demokraten. Seien es Ausschläge
nach rechts - wie die der Nationalliberalen Aktion 1970 in
Ablehnung der sozialliberalen Koalition unter Scheel und Genscher 1969
oder die der österreichischen Liberalen unter Jörg
Haider - seien es Ausschläge nach links wie die der
Liberalen Demokraten unter William Borm und das Abdriften der
Jungdemokraten in die staatsmarxistische Utopie. Entsprechende
Denunziation des jeweils anderen - nicht von Liberalen
berücksichtigten Koalitionspartners - ist Teil
dieser Links-Rechts-Diskussion.
Für Helmut Schmidt etwa, war
Genscher ein "Nationalliberaler von der Sorte, die schon im vorigen
Jahrhundert unter Bismarck die Sozialdemokraten unter den Daumen
drücken wollten". Für Grüne und SPD sind die
Westerwelle-FDPler sozialkalte Neoliberale von vorgestern. Neo wird
hier mit alt, verstaubt kurioserweise übersetzt. Ganz gegen
den ORDO-Liberalismus eines Ludwig Erhard, von Rüstow,
Lambsdorff, also gegen die Thesen einer wert- und sozialgebundenen
Wettbewerbsordnung, scharfem Kartellrecht, eingeforderter
Unternehmerverantwortung für das
Gemeinwohl... Volltext
"Neoliberal"
Noch nie ist das Wort Mittelstand so häufig wie im
rotschwarzen
Großen-Koalitionsvertrag 2005 genannt worden - 32 Mal. Solche
Reverenz bedeutet noch nicht Aktion, Umsetzen der verbalen
Vertrauenserklärungen in freiheitliches Markthandeln. Es zeigt
nur
wie entscheidend Kooperation des Mittelstandes für Erfolg der
Grossen Koalition ist. 68er-verbohrte Verunglimpfung marktgerechten
Verhaltens deutscher Unternehmer und ihres Bildes in der
Öffentlichkeit durch Kampfbegriffe der political correctness
hat
2006 Methode. Belegt durch Unworte wie "neoliberale Heuschrecken",
"Manchesterliberale", "Partei der Besserverdienenden",
"Sozialkaltpolitiker" usw. Mit solch verstaubt marxistischen Feindbild
können dingend notwendige Reformen in Deutschland keinen
Erfolg
haben.... Volltext
Netzwerk
Schlüsselwort
- buzz word - der Informatik, Systemforschung, Kybernetik,
Kommunikationstheorie, Sozialwissenschaften, Managersprache ist 2008
NETZWERK. Politsprache spricht von "Netzwerkern" - medienbewusst
kooperierenden Parteigruppierungen. Vernetzte Strukturen werden in
allen Disziplinen, Lebenslagen, Politikfeldern,
Unternehmerentscheidungen entdeckt. Erfolgsstrategie für
Kooperation mittelständischer Kleinbetriebe.... Volltext
Nibelungenfestspiele
Worms
Als Event einmalig packt es Worms, Nibelungen-Festspiele zu
veranstalten und eine der traditionsreichsten europäischen
Kulturlandschaften in neuem Glanz zu vorzustellen. Denn es ist nicht
nur unter der dramaturgisch herausragenden Regie von Dieter Wedel
gelungen, ein urdeutsches Nationalepos zeitgemäß zu
präsentieren, sondern das wohl älteste Kulturgut
deutscher
Sprache zu neuem Leben zu erwecken. Sicher, der "nibelunge not" wurde
unter dem Eindruck der Wirren der Völkerwanderung und der
nordischen Sigfried-Sage im „finsteren Mittelalter“
zu
Papier gebracht. Aber alle dramatischen Elemente, wie Liebe und Hass,
Treue und Verrat, Edelmut und Eitelkeit sind heute wie damals aktuell.
National bedeutsam geblieben, ist der Charakter der Menschen
–
ihr Mut, ihre Eifersucht, ihre Solidarität
füreinander.
Für den Bundesverband Mittelständische
Wirtschaft/BVMW sind
die Burgunderkönige Gunther, Giselher und Gernot
Mittelständische Unternehmer, die ihr Familienunternehmen
gegen
feindliche Übernahme durch den Multikonzern des König
Etzel
verteidigen. "So gesehen ist der „nibelunge not“
auch die
heutige Not des deutschen Mittelstandes. Für fünf
Jahre hat
sich der BVMW und die Nibelungen Festspiel GmbH vertraglich festgelegt
diesen „Relaunch“ der Nibelungen-Saga im moderner
Form
durch parallel veranstaltete Kulturtage des Mittelstandes zu
unterstützen und als mittelständische Euregiomarke
BURGUND /
Rheinland-Pfalz zu präsentieren. Dadurch sollen
Mittelständler in ganz Europa in ihrem Selbstbewusstsein
gestärkt und im Ansehen in der Öffentlichkeit
gefestigt
werden – auch durch Initiativen des BVMW-Wirtschaftssenats.
Link: http://www.nibelungenfestspiele.de/
O
Offene
Gesellschaft
"Die Offene Gesellschaft und ihre Helfer"/"Offene Gesellschaft in der
Bewährung"
Veranstaltungsreihe der Privaten Universität Witten/Herdecke -
BVMW-Mitglied
Die Private Universität Witten/Herdecke steht wie keine andere
deutsche Hochschule für die Ziele der von Karl Popper unter
Rückgriff auf Gedanken Immanuel Kants geforderte "Offene
Gesellschaft". Karl Poppers "Offene Gesellschaft" ist eine Gesellschaft
der "Freiheit in Aktivität" und Gemeinwohlverantwortung,
"Freiheit
der Chancen für möglichst viele Menschen" in allen
Schichten
der Bevölkerung. Freiheit der Lebensentwürfe durch
Bildung
und Weiterbildung... Volltext
P
Pendlerpauschale (Autobürger-Geschenk)
Noch
2008 wird das Bundesverfassungsgericht entscheiden, ob die 1938
eingerichtete Autopendler-Pausachale mit dem Grundgesetz vereinbar ist.
Der Bundesfinanzhof hält die ab 1. Januar 2007 geltende Regelung
für verfassungswidrig. Wonach Fahrtkosten erst ab dem 21.
Kilometer von der Einkommensteuer absetzbar sind. Der Verzicht auf
Abzug der Fahrtkosten zum Arbeitsplatz bedeutet eine
Steuervereinfachung und ermöglicht eine Steuersenkung und einen
gerechteren Umweltlasten-Ausgleich. Die Rückkehr zur Regelung 1938
hätte auf jeden Fall Steuerausfälle von 2,5 Milliarden zur
Folge, die dann mit höheren Einkommens-steuersätzen
kompensiert würden. Auch wegen der breiten Angebotspalette von
Alternativen zur Auto-Mobilität sind
„Autobürger-Geschenke“ von vor 70 Jahren im 21.
Jahrhundert eine anachronstisch-reaktionäre
Besitzstandswahrung
... Volltext
Peter
Bellheim - 2006 - Initiative nachhaltige Mittelstandskultur
Satzungs-Präambel
Mit Vorsatz stellen wir unserem Vorhaben den Titel eines Fernsehfilmes
voran, „Der große Bellheim“, in dem
Dieter Wedel Ende
der Neunziger Jahre des vorigen Jahrtausends das Kunststück
gelang, auf ebenso unterhaltsame wie eindringliche Art den Gegensatz
Shareholder-Value zur europäischen Stakeholder-Value Kultur
– immer auch deutsche Mittelstandskultur - herauszuarbeiten.
Zu
solcher Mittelstandskultur gehört die Erfahrung eines hohen
Stellenwerts des Helfens und Einander-Auffangens im Lebenszyklus der
Generationen... Volltext
Political Correctness / "PC"
Nach der Hutchinson Encyclopedia von 1995 ist "political correctness"
ein amerikanisches Kürzelwort / Schlagwort ("US shorthand
term")
für ein Bündel von liberalen Haltungen zu Erziehung
und
Gesellschaft und die Terminologie, die damit zusammenhängt".
Political correctness/"PC" ist 2006 in Deutschland ein vielfach
verwendeter Begriff für in der veröffentlichten
Publizistik
zitierte verbindliche Worte "tonangebender politischer Werthaltung".
Meinungssprachregelung /"speech code", intolerante Bevormundung freier
Meinungsäußerung. Erfunden und durchgesetzt von
multikulturellen Gutmenschen, neidgeplagten Dauerprotestierern,
PR-Berufspessimisten, Spätmarxisten, selbsternannten
Moralisten
aller Schattierungen.... Volltext
Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Political_correctness
Politmaskottchen
Das
Wort Maskottchen leitet sich ab aus dem provinzialischen "masco" mit
der Bedeutung Hexe, Zauberfetisch und dem lateinischen "mas"
-
mit langem a gesprochen - männlich, mannhaft, stark.
Maskottchen
aller Art werden im Devotionalienhandel verkauft, als Talisman,
Glücksbringer, Zaubersteine usw. Nicht nur in der Antike sind
auch
beliebt Stosszähne, Klauen, Federn und andere Tierteile. In
Bolivien auch Kleinstpuppen, die unter das Kopfkissen gelegt,
Glück bringen, Schutz vor Unbill... Volltext
Privatisierung
Das lateinische
verbum "privare" meint in seiner ursprünglichen Wortbedeutung
Absondern aus dem Staatsverband, Herausfallen aus staatlichem Einfluss
und Aufsicht. Privataudienz bei Fürst oder Minister war
privat-persönlicher Gunsterweis außerhalb der sonst
geltenden strengen Protokoll-Regeln des Herrschers oder hohen
Staatsbeamten. Öffentliche Staatssphäre und
Privatsphäre sind klar getrennt schon im römischen
Recht.
Privatisierung als echte
Vermögens-Privatisierung und Aufgaben-Privatisierung liegt
immer dann vor, wenn Staatsvermögen von Staatsunternehmen voll
und konsequent in Privathand übergeht, also wirkliche
Aufgabenverlagerung stattfindet - ohne noch vorhandenen weiterlaufenden
staatlichen Einfluß über Minderheitsbeteiligungen,
personelle Verflechtungen, formalrechtliche Umfirmierung. In solchen
Fällen liegt lediglich eine Organisations- Privatisierung als
Scheinprivatisierung vor oder bestenfalls eine Teil-Privatisierung.
Etwa im Falle von Umwandlung kommunaler Abfallentsorgungs- und
Abwasser-Reinigung in 100%-GmbH-Töchter oder
Aktiengesellschaften als Eigengesellschaft der Kommune, wie in Hamburg.
Gleiches gilt für die Teil-Privatisierungen der Deutscher
Bahn... Volltext
Q
R
Ruhrmegalopolis
/ Dialog Testlabor Europa
Keine andere deutsche Region hat soviel an Negativ-Schatten aus der
Vergangenheit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu
bewältigen - Stichwort Rüstungsschmiede. Vergeblich wird seit
Jahrzehnten versucht dieses Negativbild durch eine ganz andere
Zukunftsvision / regionale Kernmarke zu überwinden. Seit 1975 hat
die nach Bevölkerungs- und Industriedichte größte
Ballungsregion Europas fast 400.000 Einwohner durch Abwanderung
verloren, liegt in den letzten zehn Jahren stets bei 0,7 %
Minuswachstum unter dem Durchschnittswirtschaftswachstum der
Bundesrepublik Deutschland. Hinzu kommt eine Verdreifachung der
Staatsverschuldung. Unter anderem wird der immer stärker
zurückgefahrene Steinkohlebergbau mit den Dreifachen des
Weltmarktpreises pro Tonne Ruhrkohle subventioniert. In Gelsenkirchen
und anderen Orten ist die Arbeitslosigkeit höher als in
Thüringen oder Sachsen. Der Problemstau wird verstärkt durch
überdimensionierte Staatsbürokratie in fünf
Regierungspräsidien (statt ausreichenden drei), Zersplitterung der
Zuständigkeiten in der Verkehrsinfrastruktur, Mittelstands- und
Technologieförderung sowie der Sozialverwaltung. Verwirrend
für Ruhr-Markenklarheit sind auch eine diffus unkoordinierte
Vielzahl von immer neue Innovations-, Technologie-, Öko-,
Gründer- und Gewerbezentren - neuerdings kommen Starterzentren
für Existenzgründer hinzu. Sämtlich gut gemeint, aber
mit mäßigem Erfolg und meist steuerfinanziert... Volltext
Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Ruhrgebiet
S
Schiller
siehe "Zitate Schiller"
Soziale
Marktwirtschaft
Das deutsche
Wort Markt ist Umformung aus dem Lateinischen MERCATUS, dem
römischen Krämer, der Soldaten begleitete. Bereits zu
Cäsars Zeiten gab es ein Hausierergewerbe mit
öffentlichen
Verkaufstagen. Althochdeutsch „jaarmarchata“
–
feilbieten bestimmter Waren. Wie heute noch auf Wochenmärkten.
In der Ökonomie-Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts hat
sich
ein zuerst Nationalwirtschaften und schließlich im 20.
Jahrhundert die Weltwirtschaft erfassende hochtheoretische
Modellrechnerei auf der Grundlage mathematisierter Voraussagen
individueller Konsumentenentscheidungen entwickelt. Vater solch
klassischer Nationalökonomie als System natürlicher
Freiheit
des Einzelnen ist Adam Smith, schottischer Aufklärer,
Professor
für Moralphilosophie. Für ihn sorgte die Logik "einer
unsichtbaren Hand" im offenen Wettbewerb der Preise – Angebot
und
Nachfrage – für Interessenausgleich
zwischen
millionenfachen sehr individuellen Einzelentscheidungen der Unternehmer
und Kunden.... Volltext
Sozialismus
Sozialismus ist ein System sozialer
Gesellschaftsordnung, in dem
Privateigentum und Einkommensstreuung sozialer Kontrolle /
„social control“ und Staatsreglementierung
unterliegt, bei
angestrebtem gleichen oder nur unbeträchtlich gestreutem
Einkommen. Dies ist nur zu erreichen, bei hohen Staatseinnahmen, durch
hohe Steuern und weitverzweigter sozialer Verteil- und
Transferbürokratie - vom Tansania-Einheitseinkommensstaat
„Nyeres“ bis zum schwedischen
„folkhuset“
(Volksheim) der 1960er bis 1980er Jahre... Volltext
Sozialtransferstaat
Schuldendienst
und
Sozialleistungen kosten dem Steuerzahler immer
größere
Summen. Über 80% des Bundeshaushalts sind durch diese beiden
Ausgabenblöcke festgelegt, immer höhere
Staatsverschuldung
vorprogrammiert. Jeder Bundesbürger ist mit 18.000 EUR bei
zukünftigen Generationen in der Kreide. Für dringend
nötige Zukunftsinvestitionen in Bildung, Forschung,
Infrastruktur
fehlt das Geld. Alle wissen schon lange, dass im Sozialtransferstaat
die Rente längst nicht mehr sicher. Wer jetzt einzahlt in die
Sozialkassen, wird nicht mehr das zurückerhalten, was er heute
einzahlt. Bei immer älter werdender Bevölkerung wird
in schon
30 Jahren jeder Erwerbstätige zwei über
60jährige mit
seinen Beiträgen mit unterstützen müssen
– es sei
denn ein Systemwechsel findet statt. Rente nicht schon mit 55 sondern
ab 67 ist ein erster Schritt in die richtige Richtung... Volltext
Sprach-DENKEN
Denken
braucht Sprache. Wie mit einer Achse verbundene Räder brauchen
beide einander, können beide nichts festhalten, Anderen mitteilen
ohne Worte, Begriffe, Feinheiten im AusSprechen was IST, sprachlichem
Artikulieren des Gesehenen, Gedachtem, Beobachteten, Erinnertem, aber
auch Gewolltem. Im Anfang war LOGOS/das Wort – nach dem
Johannes-Evangelium der Bibel. Worte gehen Handeln voraus, verraten
oder verschleiern Absichten... Volltext
Stiftung Volkswagenwerk
(funktionale Stiftungs-Privatisierung von Staatsvermögen)
Die Stiftung Volkswagenwerk, die ihre
Leistungen wegen der verschlechterten Ertragslage des VW-Werkes seit
2002 verringern muß, ist durch die Privatisierung des
Volkswagenwerkes der Hitler-Jahre entstanden. Der im November 1959
zwischen dem Bund und dem Land Niedersachsen abgeschlossene
Staatsvertrag bestimmte, daß von den 600 Millionen D-Mark
Grundkapital der VW-Aktiengesellschaft je 20 Prozent der Bund und das
Land behielten, die anderen 60 Prozent in Form von
Kleinaktien/Volksaktien verkauft wurden. Der Erlös aus dem
Aktienverkauf und die Gewinne auf die bei Bund und Ländern
verbliebenen Aktien werden in das VW-Siftungsvermögen
eingebracht.
Die Stiftung Volkswagenwerk wurde durch
Unterzeichnung der Stiftungsurkunde am 19. Mai 1961 offiziell
gegründet. Ihre Aufgabe ist es, "Wissenschaft und Technik in
Forschung und Lehre zu fördern". Unterstützt werden
Forschungsprojekte aus dem gesamten Bereich der Natur- und
Geisteswissenschaften, auch aus dem Ausland. Ausgeschlossen sind
technische Entwicklung und Erprobung, die Sache der Industrie bleiben
sollen. Ein formelles Antragsverfahren besteht nicht, Anträge
müssen schriftlich gestellt, ausreichend begründet
und mit einer Kostenaufstellung versehen sein.
Unter den bis jetzt unterstützten
über 9000 Anträgen befinden sich Projekte wie die
Aufstellung des größten Radioteleskops der Welt in
der Eifel für 28,6 Millionen Mark oder die Herstellung eines
Wörterbuchs zu Hölderlins Dichtungen für
80.000 D-Mark. Großpro-jekte beschäftigen sich mit
der Bildungsforschung. Die Musiker-Gesamtausgaben von Bach bis
Schönberg wurden bis jetzt mit mehr als zwei Millionen D-Mark
gefördert. Anders als beim Gesetz über die Errichtung
der Deutschen Bundesstiftung Umwelt/DBU in Osnabrück kennt der
Volkswagen-Staatsvertrag keine Mittelstandsklausel einer bevorzugten
Förderung mittelständischer Unternehmen mit deren
Technologie-Potenzial.
Link: www.volkswagen-stiftung.de
Spitzenlast-Energiebedarf
Energie kann
nicht in Fällen hohen plötzlichen
zusätzlichen Energiebedarfs gespeichert, tiefgefroren,
als Sofortreserve in jedem einzelnem Kraftwerk bereit
gehalten werden. Daher müssen nach einer Fußball-
oder anderer Fernsehevent-Übertragung usw. - jeder
schaltet das Licht auf der Toilette an - zwei
Kraftwerkskapazitäten zum Abdecken solch plötzlicher
Spitzenlast zugeschaltet werden. Das Gleiche gilt bei
plötzlichen Kälteeinbrüchen. Das
europäische Energieverbundnetz sorgt in diesen Fällen
für zusätzliche Energiemengen. Auch über bei
Bedarf hochgefahrene Wasserpump-Speicherwerke oder
Gasturbinenkraftwerke. Die Bedeutung von Erdgas und Erdgaskraftwerken
wird in Zukunft stark zunehmen, weil der Bau solcher Kraftwerke
vergleichsweise billig, es gibt weniger klimaschädliche
Emissionen als bei Kohlekraftwerken. Auch sind daher Gaskraftwerke gut
geeignet, Spannungsschwankungen von Windkraftanlagen
auszugleichen... Volltext
T
(68er-)Toleranzfalle
Toleranz ist anstrengend - aus Fremderfahrung Dazulernen fällt
schwer. Ebenso Eindenken, Hineinhören in andere Kulturen ohne
ehrliche eigene Überzeugungen aufzugeben. Unge-wohntes dulden /
tolerieren will gelernt sein, braucht Einüben, aber auch Regeln
für den Um-gang miteinander. Wenn jeder "nach seiner Facon selig"
heißt das nicht, dass keinerlei Regeln beachtet, Recht und
Tradition außer Kraft gesetzt, Polit-Entscheidungen entsprechend
geltendem Medientrend oder "Political-Correctness-Opportunität"
auf St.-Nimmerleinstag verschoben werden. Nicht anecken, business as
usual ist das Motto! ... Volltext
U
Umweltbundesamt
- UBA
Durch das Bundesgesetz vom 22. Juli 1974
wurde das
UBA als oberste Bundesbehörde in Berlin errichtet (damals im
Geschäftsbereich des Bundesinnenminsteriums). Seit 1986 ist
das
Bundesumweltministerium zuständig - zahlreiche
ungewöhnlich neue Zuständigkeiten. Dazu
gehörten unter anderem Aufbau und Führung eines
Informationssystems zur Umweltplanung / UMPLIS und die Pflichtaufgabe
die deutsche Bevölkerung über Umweltfragen umfassend
zu informieren. Bis 2005 war alleiniger Sitz des UBA Berlin, seit 2005
ist Hauptsitz Dessau.
Das wissenschaftliche Fundament deutscher
Umweltpolitik besteht aus drei großen behördlichen
Säulen: den Bundesämtern für Naturschutz
(Bonn), für Strahlenschutz (Salzgitter) und dem
Umweltbundesamt (UBA) - alle unterstellt der Dienstaufsicht des
Bundesumweltministeriums.
Das UBA beschäftigt
einschließlich angegliederter Kontakt- und
Koordinierungsstellen über 1400 Mitarbeiter, unter anderem in
den über ganz Deutschland verteilten Meßstellen.
Nach Auflösung des Bundesgesundheitsamtes wurde 1994 das
Institut für Wasser-, Boden- und Lufthygiene, Europas
ältestes Umweltinstitut, in das UBA integriert.
Das Umweltbundesamt ist in sechs
Fachbereiche untergliedert: · Zentralabteilung ·
Umweltplanung und Nachhaltigkeitsstrategien (unter anderem auch mit
Zuständigkeit für Europas größte
Umwelt-Fachbibliothek und den zentralen Antwortdienst); ·
Gesundheitlicher Umweltschutz / Schutz der Ökosysteme;
· Umweltverträgliche Technik; ·
Chemikalien und ökologische Sicherheit; ·
Emissionshandelsstelle
Dem UBA sind eine Reihe internationaler
Umweltkoordinierungsstellen und -dienste angegliedert, unter anderem
die WHO-Zentren zur Überwachung der Luftqualität und
für Forschung Trinkwasser-Hygiene, Kontaktstellen zur
EU-Umweltagentur in Copenhagen und für Informationsaustausch
beste verfügbare Techniken / Best Available Technologies / BAT
sowie die UNESCO-Verbindungsstelle zur Umwelterziehung und die
Koordinierungsstelle Nationales System Emissionsinventare. Auch die
Geschäftsstelle des Sachverständigenrates
für Umweltfragen / SRU ist im UBA / Zweigstelle 10785 Berlin,
Reichspietschufer 60 /7.OG. Ein Schwerpunkt des UBA ist
Umwelt-Aufklärung der Bevölkerung. Der zentrale
Antwortdienst beantwortet jährlich etwa 120 000 Anfragen. Ohne
diese Bürgeraktion des UBA fehlten Umweltverbänden
und Umweltbewegung Zugang zu wichtigen ökologischen
Grundfakten und wissenschaftlichen Bewertungen. Auch allen
mittelständischen Unternehmen steht dieses enorme
UBA-Amtswissen praktisch unentgeltlich - nicht zuletzt über
Internet - zur Verfügung. Das UBA arbeitet der Bundesregierung
mit Bundesumweltministerium als seiner Aufsichtsbehörde zu.
Präsident ist Professor Dr. Andreas Troge.
Links: www.uba.de
und www.umweltrat.de.
Umweltolympiade
(des BVMW)
Lebenselixier
mittelständischer Unternehmen ist der Wettbewerb auf globalen
Märkten. Über hundertjähriges Vorbild für solch
weltweites Kräftemessen ist das OLYMPIA des Weltsports, dass seit
1896 (erste Olympiade in Athen) veranstaltet wird. Während der
Sport-Olympiade bestehen Friedenspflichten der Nationalstaaten -
parallel für Teilnehmer an der BVMW-Umwelt-Olympiade... Volltext
Umweltpreis (der DBU)
Grundsätze
Förderung mittelständischer Umweltunternehmen/
Kriterien Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt - DBU - in
Osnabrück - www.dbu.de
Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt wurde
durch Bundesgesetz vom 18.Juli 1990 als rechtsfähige Stiftung
des bürgerlichen Rechts errichtet. Stammkapital sind die
Privatisierungserlöse der ehemaligen Salzgitter-Werke in
Höhe jetzt 2,3 Milliarden EUR. Aufgabe der Stiftung ist es,
"insbesondere zu fördern: Forschung, Entwicklung und
Innovation im Bereich umwelt- und gesundheitsfreundlicher Verfahren und
Produkte unter besondere Berücksichtigung kleiner und
mittlerer Unternehmen. Innerdeutsche Kooperationsprojekte in der
Anwendung von Umwelttechnik, vorwiegend durch mittelständische
Unternehmen, einschließlich Aus- und
Fortbildungsmaßnahmen." Zielgruppe der DBU sind also alle
BVMW-Unternehmen mit Schnittstellen Umwelttechnik, erneuerbare
Energien, Energieeffizienz, verifizierte nachhaltige Umweltentlastung
und Natursensibilität. 1995, 2004 und 2005 haben
BVMW-Unternehmer den Deutschen Umweltpreis erhalten.
Die Stiftung vergibt jährlich den
Deutschen Umweltpreis in Höhe einer halben Million EUR. Dies
ist der größte in Europa vergebene Preis
für nachhaltiges Wirtschaften und Umweltentlastung. Der
Bundesverband Mittelständische Wirtschaft - Forum Nachhaltiger
Mittelstand - ist berechtigt als einziger bundesweit organisierter und
branchenübergreifender Mittelstands-Verband, Kandidaten
für den Deutschen Umweltpreis vorzuschlagen. Die
Vorschläge müssen bis 15.Januar jeden Jahres
spätestens beim Deutschen Forum Nachhaltiger Mittelstand im
BVMW zu Händen RA Menke-Glückert, Augustastrasse 51
53173 BONN / infobroking(at)web.de vorliegen.
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In den Preis-Bewerbungsunterlagen
muß nachgewiesen werden, dass die für den DBU-Preis
vorgeschlagene Umwelt-Innovation drei Kriterien erfüllt:
- Vorgeschlagene
Produkte/Dienstleistungen/umwelttechnische Erfindungen gehen
gänzlich neue Wege, die wirtschaftspraktisch umsetzbar.
Stichwort: Innovations-potenzial mit "Schneeball-Effekt".
- Die Innovation hat multiplizierenden
Charakter mit Vorbildfunktion vor allem für die
mittelständische Wirtschaft. Stichwort: Modellcharakter mit
Anreizeffekt zu Mitmachaktionen und Unternehmermotivation.
-Erreicht wird Schonung natürlicher
Ressourcen und /oder Energieeffizienz bei bedeutender
Umwelt-(Schadstoff)-Entlastung und / oder Absenken
klimaschädlicher Stoffe / Gase wie unter anderem Kohlendioxid.
Stichwort: Ökobilanz positiv.
Berücksichtigt werden vor allem
DBU-Preis-Nominierungen von der 15-köpfigen DBU-Preis-Jury,
die sich auszeichnen durch einen ganzheitlichen und
interdisziplinären Nachhaltigkeits-Ansatz bei über
Fachgrenzen hinausgehenden kooperativem Engagement.
Jedes vom Forum Nachhaltiger Mittelstand im
BVMW angenommene DBU-preisnomierte BVMW-Unternehmen nimmt teil an der
jährlichen BVMW-Umwelt-Olympiade und erhält eine
Urkunde mit der Teilnahmebestätigung als umweltinnovatives
Vorbild-Unternehmen.
Informationen zum Deutschen Umweltpreis und
DBU-Preisträger sind abrufbar unter www.dbu.de www.zmtw.de www.nachhaltigermittelstand.de.
V
Verantwortung
Im Wort Verantwortung schwingt mit ein
altväterlich-paternalistisches Vertrauen-Schaffen,
Verlässlichkeit, aber auch Beanspruchung und Last desjenigen, der
für einen Anderen, für eine oft ungewohnte Aufgabe
Zuständigen, Verantwortlichen. Eltern haben Verantwortung für
ihre Kinder, der Ingenieur für die Schnee-Tragfähigkeit des
Daches einer Eissporthalle, ein Bankier für die Bonität
seiner beworbenen Anleihen oder Aktien; Politiker für ihr
Wahlversprechen.
Der Verantwortliche muß in der Öffentlichkeit 2008 einstehen
für das wofür er verantwort-lich. Das bedeutet auch Anklage
bei Versagen, bei Pflichtvergessenheit, Charakter-schwäche,
Korrumpierung. Verantwortungslosigkeit wird härter beurteilt als
bloß gelegentliche Pflichtvergessenheit, Nachlässigkeit. Der
Vorwurf trifft die ganze Person bis ins Mark. Alltags-Pflichten sind
genauer definiert als der Umfang übernommener Verantwortung, die
sich immer wieder ganz neuen Lebens-Umständen stellen muß,
im Eintreten für das anvertraute Verantwortungs-Mündel,
Sachbereiche, Gemeinwohl-Aufgaben... Volltext
Vernunft
Das althochdeutsche Wort "fernunft" leitet
sich ab von "ferniman", vernehmen, In-Sich-Aufnehmen dessen, was in
Zünften handwerklichen Berufsalltags allgemein Bewährtes,
Richtiges, Nicht-Angezweifeltes. Das heißt: Genaues Auffassen und
das Vermögen solch sinnlich aufgenommenen Gegenstände geistig
zu verarbeiten, in eignen Sprachschatz und Gedächtnis aufzunehmen.
Beides - intensives Wahrnehmen und mit bisherigem Wissen zusammen zu
bringen - gehören in ursprünglich-altdeutscher Wortbedeutung
zusammen. Noch enthalten in Redewendungen, wie Vernunftpraxis,
öffentliche Vernunft, vernünftiges Verhalten, Korridor der
Vernunft, vernunftgemäß, vernunftgewiss, vernunftsicher.
Eben mit gesunder Vernunft, mit Vernunft eines normalen Menschen - ohne
alles philosophisch-tiefgründiges „Vernünfteln“,
also nur mit dem „Schein von
Augenblicks-Wahrheiten“-argumentieren... Volltext
Volksaktien
Das Wirtschaftswunder des Erzliberalen Ludwig Erhard in den
westdeutschen 1950er Jahren beruhte auf dem Konzept der
Eigentümergesellschaft - ins Amerikanische übersetzt
der
„ownership society“. Wohlstand für Alle.
Erhard-Zitat
aus der berühmter Rede vor dem Deutschen Handwerkskammertag in
Augsburg am 15.Juni 1955: “Kümmere Dich du, Staat,
dich
nicht um meine Angelegenheiten, sondern gib mir soviel Freiheit und
laß mit von dem Ertrag meiner Arbeit soviel, dass ich meine
Existenz... selbst zu gestalten in der Lage bin...“.
Eigentümergesellschaft hieß auch Politik
für
Volksaktien - eine neue Aktienkultur... Volltext
W
Wärmemarkt
/ Wärmehaushalt
Der umweltökonomische Begriff Wärmemarkt ist immer in
Gefahr
mit dem biologisch-physikalischen Begriff Wärmehaushalt
verwechselt zu werden. Das eine ist politischer Entscheidung
unterworfen, das andere nicht. Der Wärmehaushalt oder die
Wärmeregulation ist die naturwissenschaftliche Bezeichnung
für den Temperaturausgleich bei Pflanzen und Tieren und
zwischen
Metallen... Volltext
Weltklimaprogramm
Sachstand:
Die Umweltregierungskonferenz von 1992 in
Rio de Janeiro (Brasilien) hat ein Weltklimaprogramm beschlossen. Das
Kyotoprotokoll zum Klimarahmenabkommen der Vereinten Nationen von 1997
hat feste Ziele zur Verminderung der klimaschädlichen
Treibstoffgase beschlossen. Danach soll weltweit bis zum Jahr 2012
gegenüber den Stand von 1990 der Ausstoß von
Kohlendioxyd und anderen klima-schädlichen Treibhausgasen um
5,2% vermindert werden. Die Bundesrepublik Deutschland hat sich
verpflichtet bis zum Jahre 2005 gegenüber den Stand von 1990
die Kohlendioxydemission um 25% zu verringern. Dies ist weltweit das
ehrgeizigste Ziel... Volltext
Wiedervereinigung
DDR-Hochschulen
Probleme
der Wiedervereinigung des akademischen Bildungswesens Deutschland - Denkschrift der Mitteldeutschen
Hochschulkommission der Westdeutschen Rektorenkonferenz / WRK vom 15.
September 1958
Im Moment der Wiedervereinigung werden sich zwei völlig
verschiedene Hochschulsysteme gegenüberstehen. Die DDR hat
ihre
Hochschulreform nach sowjetrussischem Vorbild gehabt, Westdeutschland
steht sie in Anpassung an moderne Massenuniversität und immer
weiter steigenden Bedarf an akademisch ausgebildeten
Fachkräften
noch bevor.
Die DDR-geplante sozialistische Kaderschmiede Universität
verlangt
eine straffe Leitung und Kontrolle aller Studierenden,
konsequent-vertiefte, streng-fachliche Berufsausbildung –
nicht
mehr ist Ziel wie bisher an deutschen Universitäten,
universitäre Durchbildung einer Individualität in
„Einsamkeit und Freiheit“ nach Idealen Wilhelm von
Humboldts einer forschungspädagogischen Ergänzung der
Grundlagenforschung - in Freiheit ohne staatliche Planvorgaben... Volltext
Wirtschaftsethik
Griechisch ETHOS meint traditionelle
Sitte,
landläufige Gewohnheit, Gesinnung - also eingeübte,
nicht
angezweifeltes praktiziertes Verhalten verantwortlichen Handelns
innerhalb zwischenmenschlicher Beziehungen. Alle alten Kulturen kennen
neben menschlicher Ethik diaethische Tugenden, dem Menschenurteil
entzogen, denen die Götter folgten. Daraus leiten sich
Naturrecht
und Menschen- und Grundrechte ab – nicht politisch
manipulierbar.
Es gab und gibt keine ethischen Verhaltensregeln, die nicht
ökonomische Werte und Verhaltensregeln mit einbeziehen. In
jedem
Zeitalter – gerade in dem der Globalisierung – muss
aufs
Neue entschieden werden, welche Spielregeln für das
Wirtschaften,
welche ökonomische Verhaltensregeln gelten sollen, welche
Formen
menschlich-anständigen Umgangs miteinander akzeptiertes ETHOS,
akzeptierte öffentliche Tugenden/kategorischer Imperativ im
Sinne
Kants sind. 2006 im Sinne Max Webers oder Hans Jonas´ ist
dies
von jedem Erdenbürger eingeforderte Weltverantwortung. wann
und wo
er auch immer auf diese seine Welt gekommen... Volltext
Siehe auch Eintrag
"Bellheim Gesellschaft"
Wirtschaftssenat des BVMW
Der Wirtschaftssenat des BVMW ist nach der Satzung § 13 eine
"sachliche Organisationseinheit" des Mittelstandsverbandes als "Gremium
überregionale bekannter, erfolgreicher
Unternehmerpersönlichkeiten". Neben dem
BVMW-Bundeswirtschaftssenat, gibt es die Landeswirtschaftssenate.
Aufgabe der Wirtschaftssenate ist, "politischen
Entscheidungsträgern, Wissen und Erfahrungen
mittelständischer Unternehmer zu vermitteln, um hierdurch die
Arbeit politischer Entscheidungsträger im Interesse der
deutschen Volkswirtschaft - insbesondere der mittelständischen
Wirtschaft - zu unterstützen“... Volltext
Wissensmanagement - Strategie contra Unwissen
Deutschland ist ein rohstoffarmes Land - gerade wieder schmerzlich
erfahren bei steigenden Öl- und Gaspreisen – und
Deutschland
hat als wichtigste Ressource nur "die kleinen grauen Zellen" der
Erfinder, Ingenieure, innovativen mutigen Existenzgründer.
Geopolitisch ungerecht hat der Islam-Nahost nicht nur Öl,
sondern
auch viel mehr an erneuerbare Endlosenergie Sonne als wir Deutsche. Von
Daimler, Zeiss über Konrad Zuse bis Mohn leben wir vom
Innovationsmut großer deutscher Erfinder und
Unternehmerpersönlichkeiten... Volltext
X
Y
Z
Zitat
Brot / Grundwort der Volkswirtschaft
Was für französisches Lebensgefühl die
Vielfalt von
über 400 Käsesorten, ist für die Deutschen
die
Überfülle an mindest ebenso vielen regional
unterschiedlichen
Brotsorten und Brot-Redensarten – vom Steinofenbrot bis zum
Dinkelbrot. Zu besichtigen im Deutschen Brotmuseum in
Nürnberg.
Brotbacken kennt 6000 Jahre Geschichte - von den Sumerern über
das
Römerbrot bis zu den Eifelbauern... Volltext
Zitate Schiller
Noch
heute können viele Gymnasiasten Schillers GLOCKE zitieren:
"Festgemauert in der Erden steht die Form aus Lehm gebrannt... Heut`
noch muss die Glocke werden. Frisch Gesellen seid zur Hand..." Und dann
der berühmte Vers „die züchtige
Hausfrau. Die
Mutter der Kinder, und herrschet weise.. im häuslichen
Kreise.."
Oder aus dem Gedicht "Die Künstler".. "Der Menschheit
Würde
ist in Eure Hand gegeben - bewahret sie.." Oder zur Würde der
Frauen..“ Ehret die Frauen! Sie flechten und weben himmlische
Rosen ins irdische Leben..". Schon Friedrich Nietzsche war solch
Edelmut und Idealismus oft suspekt. Er nannte den immer noch
meistzitierten deutschen Dichter daher "Moraltrompeter von
Säckingen" – alle diese Sotissen und
Schiller-Dokumente sind
aufbewahrt in den Schiller-Nationalarchiven in Marbach und Weimar.
Friedrich von Schiller ist längst Teil des deutschen
bildungsbürgerlichen Kulturerbes... Volltext
Zukunftsforschung
Zukunftsforschung
/ Futurologie ist ebenso wie Friedensforschung,
Wertforschung, Bedürfnisforschung, Freizeitforschung oder
Nachhaltigkeitsforschung eine sehr junge Disziplin. Lange Zeit wurde
Futurologie nicht recht ernst genommen, als eine Art Ableger der
Abenteurer- und Erfinderliteratur der Science-Fiction-Romane von Hans
Dominick bis Stanislaw Lem. Das Wort Futurologie ist eine
Wortschöpfung von Ossip K. Flechtheim in seinem gleichnamigen
Buch
1944 - definiert als "Methoden zur Langfrist-Analyse gesellschaftlicher
Voraussetzungen politisch-sozialer Entwicklungen"... Volltext
Literatur / Links
Bernd Markert / Rosemarie Konschak (Hrsg.)
„Mögliche Wege zu einem
gesellschaftsfähigen
Ethikkonsens“ mit Geleitworten Hans-Dietrich Genscher und
Ulrich
Wickert Frankfurt / Main: Verlag Peter Lang, 2003 unter anderen mit
Beiträgen Menke-Glückert
Menke-Glückert, Bürgeranwälte Stuttgart:
Deutsche
Verlagsanstalt, 1975 und weitere Bände in der dva-Reihe
M-Entwürfe für die Zukunft
Menke-Glückert, Friedenstrategien. Wissenschaftliche Techniken
beeinflussen die Politik Hamburg: Rowohlt, 1969
www.zukunftsinstitut.de www.opaschowski.de www.horx.com
Zwei-Drittel-Gesellschaft
Das Schlagwort
"Zwei-Drittel-Gesellschaft" ist gemeint als sozialistischer SPD- und
Links-Partei-Kampfbegriff, um den Sozial-Verteilungsstaat des
vergangenen Jahrhunderts der staatlichen Füllhörner
als Dauerzustand zu rechtfertigen. Als ideologisch-polemischer Begriff
für Deutung des unbestreitbaren Faktums veränderter
Arbeitsmärkte und Berufe im 21.Jahrhundert mit
Innovationswettbewerb auf globalen Märkten, strukturell hoher
Massen-Arbeitslosigkeit im Niedrig-Lohnbereichen, aber auch in
kapitalintensiven produzierenden Wirtschaftssektoren der
Großindustrie und in mittelständischen
Traditions-Unternehmen ist das Bild Zwei-Drittel-Gesellschaft
untauglich für nüchterne Problemanalyse und
Problem-lösung - ähnlich wie ältere
Vorgänger "nivellierte Mittelstandsgesellschaft",
"Ellbogen-gesellschaft", "Dauerarbeitsbesitzer-", "Techno-Konzern-,
"Leistungsgesellschaft", "Ausschlußgesellschaft".
Es handelt sich auch bei der
"Zwei-Drittel-Gesellschaft" um eine Art verkürzte
soziologische Hilfskonstruktion, die einen durch Klassenkampfparolen
sozialistisch getönte Brille gesehenen - angeblich nicht
aufhaltbaren - gesellschaftlichen Trend definieren will. Auch zur
Mobilisierung von Neid-Kampagnen.
SPD-Bundesgeschäftsführer und Vordenker Peter Glotz
hat den Begriff aus dem angelsächsisch-amerikanischen
Sprachraum übernommen und in Deutschland eingeführt-.
Nur zwei Drittel der deutschen Bevölkerung lebe in Wohlstand
mit sicherem Dauerarbeitsplatz, .das restliche Drittel der deutschen
Gesellschaft habe keinen Anteil an Lebenschancen und am
Wohlstandszuwachs.
In solcher einseitig am DGB-Tarifkartell und
hohen Sozialleistungen orientierten Argumentation wird völlig
ausgeblendet: der Dienstleistungssektor, Teilzeit-Arbeitsmarkt, sehr
kurze Verfallszeiten erworbenen Wissens mit notwendiger permanenter
Fort- und Weiterbildung, häufigeren Berufs- und
Arbeitsplatzwechsel . Einige Soziologen erweisen sich hier als
Vertreter eines camouflierend-moralischen "neubürgerlicher
Marxismus". Durch Zusammenbruch der Zweiten Welt des Sowjetkommunismus
längst überholte ideologische alte
Schützengräben werden auf anderem
medien-intellektuellen Niveau erneut ausgehoben.
Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Zwei-Drittel-Gesellschaft
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